Übach-Palenberg: Erster Märchenabend an der Willy-Brandt-Gesamtschule

Märchenabend: Phantasie und Realtität werden miteinander verknüpft

Erstmalig bot die Willy-Brandt-Gesamtschule Übach-Palenberg einen Märchenabend an. In verschiedenen Stationen näherten sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema Märchen auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Es wurde erzählt, erfunden, gebastelt und musiziert.

Die Idee zum Märchenabend war in der Fachschaft Deutsch entwickelt worden. Den Lehrern der Willy-Brandt-Gesamtschule war aufgefallen, dass ihre Schüler heute weniger erzählen. Und die Lust zu fabulieren gehört ja nun einmal zum Märchen wie das Einhorn zur Prinzessin. Elemente der Phantasie und der Realität lassen sich im Märchen schön verknüpfen und regen zum Weitererzählen an.

Die Phantasie der Schüler zu fördern, war ebenfalls ein Ziel, das die Lehrer gemeinsam mit externen Profis, die dank einiger Sponsoren verpflichtet werden konnten, beim Märchenabend anstrebten.

Gestaltet wurde der Märchenabend von der Aachener Märchenerfinderin Maria Riga, die gemeinsam mit den Kindern ein eigenes Märchen entwickelte. Die Wünsche und Ideen der Kinder wurden in die Geschichte einbezogen. Regina Sommer hatte als zweite Fachkraft bereits verschiedene Schulprojekte als professionelle Geschichtenerzählerin europaweit durchgeführt und brachte auch den Übach-Palenberger Schülern die Erzählkunst näher. Friederike Rex schließlich verbindet gerne Märchen und Handwerk. Mit ihr konnten die Kinder Märchenstockfiguren basteln.

Die teilnehmenden Schüler waren in Gruppen aufgeteilt worden, so dass jedes Kind mehrere Stationen des Märchenabends erleben konnte. Die Schüler konnten Märchen mit verschiedenen Sinnen erfahren, so wurde ihre Phantasie beim Zuhören, Basteln, Malen eines Riesen auf Pappe und Geschichtenerfinden angeregt. Auch musikalisch näherten sich die Schüler dem Thema an. Sie erarbeiteten zum musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew eine Programmmusik, die jedem Akteur des Märchens ein Instrument zuordnete

Lehrerin Sigrid Quastenberg gestaltete mit den Schülern beim Märchenabend einen Riesen aus Pappe. Foto: Dettmar Fischer

In einem Projektteil stellten die Kinder ein Lapbook zum Thema Märchen her: Aus Papier bastelten sie einen Übersichtsplan, der die Elemente eines Märchens vom Beginn bis zum Ende aufführte. Magische Gegenstände kamen darin vor und die Verwandlungen, die eine Figur durchmachen kann im Laufe der Geschichte. Das fertige Lapbook konnte dann als Baukasten für viele neue Märchen dienen.

Lehrer der Fachschaft Deutsch, die drei Profimärchenerzählerinnen und die Schülervertretung, die das Projekt unterstützte, arbeiteten Hand in Hand beim ersten Märchenabend der Willy-Brandt-Gesamtschule.

(defi)
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