Übach-Palenberg: DMS-Meisterschaften im Ü-Bad

DMS-Meisterschaften : „Der Klassenerhalt ist geschafft!“

Die Schwimmer-Teams des VfR Übach-Palenberg richteten die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Ü-Bad aus. Diese entscheiden auch über Ab- oder Aufstieg.

Kälte, Dauerregen und Sturm durften beim von den Schwimmern des VfR Übach-Palenberg ausgerichteten Wettkampf draußen bleiben. „Dennoch war das genau das richtige Wetter, um in einer warmen Halle Schwimmsport zu betreiben oder zuzusehen“, resümierte Herbert Lataster, Fachwart für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim VfR. Die Landesliga der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) stand an diesem Wochenende auf dem Programm. Die DMS kann man in etwa mit dem DFB-Pokal beim Fußball vergleichen, somit war automatisch für Spannung gesorgt.

„Auch die DMS hat so ihre besonderen Eigenschaften, ist es doch eigentlich der einzige Wettkampf, in dem es für die Mannschaft um Auf- oder Abstieg geht“, erklärte Lataster am Rande. So schwimmen sowohl die Damen-, als auch die Herrenteams als Mannschaften in der Landesliga Rheinland.

„Es galt, die aktuellen Zeiten der Aktiven in Punkte umzurechnen, die gegnerischen Mannschaften einzuschätzen und die eigenen Schwimmer nicht zu über- oder unterschätzen“, so Lataster weiter. Bei dieser Aufgabe war Cheftrainer Manfred „Fredl“ Rothärmel aber nicht allein, denn Sascha Brosche leistete aktive Schützenhilfe.

So mussten sich die Gastgeber gegen die Mannschaften der SB Bergheim, dem ASV 06, der SG Bayer, dem Düsseldorfer SC, der SG Mönchengladbach und des Dürener TV durchzusetzen. Die Gegner bei den Damen kamen aus Bergheim, Aachen, Uerdingen und Düsseldorf. Die Herren hatten sich mit Mönchengladbach, Düren, Düsseldorf und ebenfalls Uerdingen zu beschäftigen.

Zeitgleich schwammen im Bonner Hallenbad zehn weitere Mannschaften der Landesliga Rheinland, und am Ende schafften die besten Mannschaften den Aufstieg. „Wenn man einmal völlig realistisch auf unsere Mannschaften schaut, beim Aufstieg hatten wir kein Wörtchen mitzureden“, stellte Lataster fest, wichtiger waren der Klassenerhalt sowie eine gute Platzierung in der Landesliga.

Zwei Durchgänge wurden am Sonntag im Ü-Bad ausgetragen. Und die Punkte und Zeiten hatten alle stets im Auge. Mehrfach schaute Manfred Rothärmel auf den Zwischenstand, der jeweils aktuell auf dem Bildschirm in der Halle gezeigt wurde. „Vor dem zweiten Abschnitt sah es so la la aus, Freude wollte nicht so richtig aufkommen“, berichtet Lataster. Bei der „Mörderstrecke“, den 400 Meter Lagen, wurde die erfahrene VfR-Schwimmerin Kim Giang disqualifiziert. Das bedeutete: Nachschwimmen. Und da die 400 Lagen ziemlich zum Ende des Abschnitts geschwommen werden, war klar, dass sie innerhalb kürzester Zeit ein zweites Mal ins Wasser musste.

„Da es sich um das einzige Nachschwimmen handelte, waren die Augen aller Fans, Zuschauer und Kampfrichter auf Kim gerichtet“, erinnert sich der VfR-Sprecher. Nach dem Start wurde sie dann schließlich nach vorn geschrien. Und nach dem Anschlag war sie dann auch in der Tat platt. „Aber Kim Giang ist eine junge Sportlerin, die so etwas schnell wegsteckt, und beim anschließenden Mannschaftsfoto konnte sie dann auch wieder lächeln“, freute sich Lataster.

Das Ergebnis: In Übach-Palenberg siegte bei den Damen die SG Bergheim mit 12512 Punkten vor dem ASV 06 und der SG Bayer. Die VfR-Damen kamen auf den vierten Platz mit 11979 Punkten. Bei der Herren siegte die SG Mönchengladbach mit 12461 Punkten vor den Gastgebern, die 11873 Punkte erreichten, auf dem dritten Platz schwammen die Herren vom Dürener TV mit 11493 Punkten.

Legt man die Ergebnisse der Landesliga des Wochenendes einmal zusammen, kamen die VfR-Teams jeweils auf einen sicheren siebten Platz. „Und da lehne ich mich mal aus dem Fenster, der Klassenerhalt ist geschafft“, schließt Herbert Lataster.

(mabie)
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