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Übach-Palenberg: Asylbewerber in Untersuchungshaft

Untersuchungshaft : Asylbewerber sitzt in U-Haft

Der Asylbewerber, der in den vergangenen Wochen mehrfach unerlaubt Kindertagesstätten und Grundschulen in Übach-Palenberg betreten und damit für beträchtliche Aufregung gesorgt hat, sitzt seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Dies teilte die Aachener Staatsanwaltschaft am Montag auf Nachfrage mit.

Grund für die Festnahme sei eine Anzeige von Hausfriedensbruch und eine weitere Anzeige wegen sexueller Belästigung, die am Donnerstag und am Freitag vergangener Woche angefallen seien. Der angezeigte Hausfriedensbruch soll sich im Zusammenhang mit einer Privatwohnung zugetragen haben, der angezeigte Fall sexueller Belästigung in einem Einkaufszentrum. Die Festnahme durch Beamte der Kreispolizei erfolgte dann am Samstag.

Der 33-Jährige ist seit Oktober in Übach-Palenberg untergebracht und möglicherweise geistig verwirrt. Nachdem er in mehr als zehn bekannt gewordenen Fällen unerlaubt Schulen und Kindergärten betreten hatte, orderte die Stadtverwaltung ab Montag vergangener Woche Mitarbeiter eines Sicherheitsdiensts für alle sechs Grundschulen der Stadt. Zeitweise war auch im Rathaus der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes postiert, nachdem der Mann einer schwangeren Mitarbeiterin des Rathauses an den Bauch gefasst hatte. Mit Blick auf die Festnahme erklärte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch am Montag, dass der Sicherheitsdienst ab Dienstag wieder von den Grundschulen abgezogen werde.

Für die zuständigen Behörden bedeutet die Angelegenheit einen Drahtseilakt. Einerseits wollen sie die Aufregung durch ihr Auftreten nicht noch verstärken, sich andererseits aber auch keine Untätigkeit vorwerfen lassen. Fakt ist, dass gegen den Mann nach wie vor nichts vorliegt, was der Polizei die Handhabe geben würde, mit besonderer Härte gegen ihn vorzugehen. Es ist auch nichts darüber bekannt, dass er aggressiv aufgetreten wäre.

Die angeordnete Untersuchungshaft verschafft nun zwar eine Atempause. Hausfriedensbruch und sexuelle Belästigung fallen strafrechtlich gesehen allerdings in den Bereich der Bagatellen. Wie es weitergeht, obliegt nun bis auf Weiteres der Justiz.

(jpm)