Geilenkirchen-Teveren: Tuning für die Plastik-Ferraris

Geilenkirchen-Teveren: Tuning für die Plastik-Ferraris

Die Vorbereitungen für das dritte Bobbycar-Rennen haben Monate gedauert. Aber am Wochenende war es endlich soweit. Die Bocketzgracht in Teveren wurde am Sonntagnachmittag zur Rennstrecke deklariert, dazu musste sie aber für ganze zwei Tage für den Verkehr gesperrt werden.

Der unbedarfte Spaziergänger mag sich anfangs gewundert haben, warum denn die Straße mit Auffangnetzen ausgestattet war. Diese sollten aber nicht etwa Rehe vor dem Überqueren der Fahrbahn abhalten, sondern dienten einzig und alleine der Sicherheit der anrollenden Rennteilnehmer. Daneben waren im Auslauf der Strecke auch Strohballen postiert, falls irgendein Gefährt durch allzu viel Tempoüberschuss mal zu weit über die Ziellinie hinaus schießen sollte.

Für eventuelle medizinische Maßnahmen stand das „Bobby Car Rescue-Team” in Person der Johanniter Unfallhilfe bereit. Derart gut abgesichert konnte eigentlich kaum etwas schief gehen.

Beim „Warm up” am Eröffnungsabend stimmten sich Teilnehmer, Organisationsteam wie auch sachkundige Gäste auf das eigentliche Rennen am Sonntag ein. Soll heißen, hier wurde bei manchem „Prost” kräftig geklönt.

Am Sonntagmorgen ging es dann los, und hier mag sich der Eine oder Andere erneut gewundert haben über die modifizierten, fantasievollen Gefährte, welche die abschüssige Bocketzgracht hinunter sausten. Durch leichte äußerliche Veränderungen hatten die Teilnehmer der Kreativ-Klasse aus dem Original-Plastikauto eine wahre „Höllenmaschine” gezaubert.

Da kann ein Bobbycar, dessen Chassis aber erkennbar bleiben muss, schnell mal um die 30 Stundenkilometer erreichen. Dann kamen sie die knapp 250 Meter lange Rennstrecke herabgeflitzt, die Bobbycars auf Skateboard-Basis oder mit Inliner-Räder. Die weit über 300 Zuschauer waren begeistert und feuerten die 27 Teilnehmer, die 22 Gefährte auf die Piste brachten, kräftig an. Unter den Bobbycar-Piloten befanden sich in erster Linie viele Menschen, die einfach aus Lust mitmachten.

Zuschauer und Aktive wollten natürlich verpflegt werden. Das geschah im Fahrerlager kurz hinter der Zieleinfahrt bei Kaffee und Kuchen, Grillkotelett und Würstchen sowie kühlen Getränken. Am Nachmittag sorgte das Musikcorps St. Josef aus Teveren für musikalische Unterhaltung. Für Kinder stand nebenbei eine Hüpfburg zur Verfügung.

Moderator Heiko Schlager aus Eschweiler holte die Gäste und die Teilnehmer zu den anstehenden Renndisziplinen zurück an die Strecke. Gefahren wurde in drei Klassen: Kinder unter 14 Jahren, Erwachsene ab 14 und der nicht in die Wertung einfließenden Kreativ-Klasse.

Am Ende konnten das 25-köpfige Team des Bobbycar Club Teveren zufrieden sein. Bis auf den Überschlag eines Bobbycar-Duos war alles glatt verlaufen, und die beiden Fahrer kamen mit ein paar blauen Flecken davon. Der Erlös aus dem Bobbycar-Rennen wird wieder dem Förderverein Krebshilfe Aachen zugute kommen.