Übach-Palenberg: Trotz aller Proteste: Hauptschule Boscheln wird geschlossen

Übach-Palenberg: Trotz aller Proteste: Hauptschule Boscheln wird geschlossen

Es war zwar deutlich zu hören im Übach-Palenberger Ratssaal, aber es hat leider nichts mehr genutzt: „Die Schule bleibt!“ und andere Parolen skandierte ein ansehnliches Grüppchen von Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftshauptschule Boscheln vor dem Rathaus, doch drinnen wurde das Aus für die Schule besiegelt. Dabei durfte man es den Kommunalpolitikern durchaus abnehmen, dass ihnen die Entscheidung nicht leicht fiel.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch hatte berichtet, dass es in der Nachbarstadt Geilenkirchen keine Bereitschaft zur Kooperation mit dem Ziel, die Schule zu erhalten, gebe, weil auch dort an deren Schulen der Hauptschulabschluss möglich sei. Jungnitsch erwähnte auch die umfangreiche Unterschriftenliste, die ihm Schüler überreicht hatten.

Einen letzten Versuch, die Schule zu halten, unternahm für die Grünen Brigitte Appelrath. Sie forderte, ein Anmeldeverfahren durchzuführen, beziehungsweise das Schulrechtsänderungsgesetz, das im März in Düsseldorf verabschiedet werden soll, abzuwarten. Dem widersprachen die Sprecher der anderen Fraktionen mit dem Hinweis auf die Fakten, nämlich auf die unzureichenden Anmeldezahlen. Das verdeutlichte später der Bürgermeister, indem er von „Abstimmung mit den Füßen“ sprach, an der es bei den Eltern der Grundschulabgänger hapere.

Die gesetzliche Verpflichtung der Stadt als Schulträger, die Schule auslaufen zu lassen, betonte für die CDU Gerhard Gudduschat. Heiner Weißborn (SPD) sah diese Notwendigkeit auch, wobei er den ausgezeichneten Ruf der Schule hervorhob. Corinna Weinhold (UWG) ergänzte, dass es unredlich sei, den Eltern Hoffnung zu machen. Unterstrichen wurden alle diese Ansichten nochmals von Erich Konietzka, der als Vertreter der Schulaufsicht des Kreises an der Ratssitzung teilnahm.

Bei drei Gegenstimmen beschloss der Rat, die Schule auslaufend zu schließen. Das heißt, dass es ab Schuljahr 2013/14 keine neuen Eingangsklassen geben wird, die vorhandenen Schüler aber die Schule bis zum Ende der jeweils zehnten Klasse besuchen können.

(mh)