Geilenkirchen-Hatterath: Trost und Hoffnung aus dem Klang der Glocken

Geilenkirchen-Hatterath : Trost und Hoffnung aus dem Klang der Glocken

Im Sonnenschein des Wochenendes versammelten sich etliche Menschen um die Heinrichs-Kapelle in Hatterath, Anlass war die Einweihung des neuen elektrischen Läutwerks an der Andachtsstätte.

Nicht nur auf der kleinen Fläche direkt vor der Kapelle, sondern auch auf der anderen Straßenseite standen Sitzbänke für die Gäste bereit. Eröffnet wurde die Feier mit einer kurzen Ansprache von Peter Krückels, Präsident der Schützenbruderschaft St. Peter und Paul sowie Sprecher des Freundeskreis der Feuerwehr Hatterath.

Er gab einen kurzen Überblick über die Anfänge der Kapelle. Um 1740 erbaut, wurden ihr 1890 von einem Geilenkirchener Apotheker die Glocken gestiftet, die fortan regelmäßig zu bestimmten Festtagen geläutet wurden. In den vergangenen fast hundert Jahren hatte diese Aufgabe wie auch das Schmücken des Raumes die Familie Heinrichs wahrgenommen.

Es folgte ein Wortgottesdienst mit Diakon Peter Birmanns aus Hatterath. Er formulierte, dass Läutwerk und der Ruf der Glocken all jenen helfen könne, „zum Gebet zu kommen, sich Gott zu öffnen und sich sowohl in Ängsten, Not als auch Krankheit an Gott zu erinnnern.

Der Klang der Glocken solle zum Gottesdienst rufen, den Säumigen mahnen, den Mutlosen aufrichten, den Trauernden trösten und die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg begleiten. Peter Birmanns segnete die Glocken, die daraufhin zum ersten Mal läuteten.

Finanziert wurde die Anschaffung des Läutwerks mithilfe des Geldes, das aus den Spenden für die Renovierung der Kapelle stammte. Das Innere der Kapelle in der Dorfmitte schmücken eine Marien- und eine Josef-Figur aus der Barockzeit sowie seit Anfang der 80er Jahre auch das Schützensilber der St. Peter und Paul-Bruderschaft.

Zudem hegen auch Kameraden der Feuerwehr das historische Bauwerk. Nach der Segnung waren die Anwesenden zum gemütlichen Beisammensein samt Imbiss auf dem Hof der Familie Heinrichs eingeladen.