Übach-Palenberg: Trinkwasser: Alles im grünen Bereich?

Übach-Palenberg: Trinkwasser: Alles im grünen Bereich?

Die ersten besorgten Anrufer hatten sich bereits am Freitag gemeldet. Seitdem beschäftigt man sich im Hause Enwor intensiv mit der eigenen flüssigen, normalerweise farblosen Ware.

Denn das, was der Herzogenrather Wasserversorger in die Leitungen einspeist, ist plötzlich bemerkenswert farbig. Jedenfalls für Wasserverhältnisse und wenn es um größere Mengen — etwa in einer Badewanne — geht: Übach-Palenbergs Wasser ist plötzlich grün.

Am Mittwoch nun konnte Enwor Entwarnung geben: Nutzung und Konsum des Trinkwassers sei en weiterhin vollkommen unbedenklich. Zu diesem Ergebnis seien Gesundheitsamt und der „weltweit anerkannte“ Trinkwasserexperte Professor Martin Exner vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn gekommen. Die Experten gehen demnach davon aus, dass das Phänomen durch einen vorübergehenden „Eintrag natürlicher organischer Substanzen“ hervorgerufen worden sei.

Seine Quelle hat das verfärbte Trinkwasser demnach in der Eifel — von der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Roetgen aus nämlich werden Übach-Palenberg sowie die Städteregion Aachen mit Trinkwasser versorgt. Ursache seien vermutlich die starken Regenfällen der jüngeren Vergangenheit.

Es seien auch andere mögliche Erklärungen untersucht worden — jedoch vollkommen ergebnislos. Nach gegenwärtigem Untersuchungsstand würden alle gesundheitlich relevanten — insbesondere die mikrobiologischen — Parameter der Trinkwasserverordnung eingehalten. Laut Enwor-Sprecher Wolfgang Fischer handelt es sich um eine sehr ungewöhnliche Angelegenheit.

„Es ist aber nicht so, dass hier bei uns die Telefone heißlaufen.“ Das Problem werde voraussichtlich auch noch mindestens einige Tage anhalten, sich aber wohl nach und nach von alleine lösen. Auch der Aachener Enwor-Mitbewerber Stawag hatte bereits am Dienstag auf das gleiche Phänomen aufmerksam gemacht.

(jpm)
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