Tag der offenen Gesellschaft in Geilenkirchen: Zeichen für Demokratie

Tag der offenen Gesellschaft : Zeichen für Demokratie, Offenheit und Vielfalt

Ein Austausch über Werte am gedeckten Tisch. Das ist die Idee des Tages der offenen Gesellschaft, zu dem sich auch viele Geilenkirchener in der Gerbergasse zusammenfanden. Es gab leckere Würstchen und gute Gespräche.

„Ein Toast auf die offene Gesellschaft“ lautete das Motto beim Tag der offenen Gesellschaft, der auch in Geilenkirchen ein Zeichen für gelebte Offenheit, Gastfreundschaft, Großzügigkeit, Vielfalt und Freiheit setzte. Überall im Land wurden Tische und Stühle rausgestellt und schön eingedeckt. In Geilenkirchen luden Bierzeltgarnituren in der Gerbergasse zum zwanglosen Treff bei leckeren Würstchen vom Grill und Getränken ein.

Zwischen dem Bürgertreff und dem Amos Shop waren die Tische und Bänke aufgebaut worden vom Katholischen Forum Mönchengladbach-Heinsberg sowie den Mitarbeitern von Amos und Bürgertreff. Der Rheinische Verein Spectrum bot im Rahmen des Tages eine Mitmachaktion an. In der Werkstatt für Landzeitarbeitslose des Vereins in Schierwaldenrath hatten die Mitarbeiter Baumschablonen ausgesägt, die nun vor Ort bemalt werden konnten. Ulla Otte-Fahnenstich, pädagogische Mitarbeiterin des Katholischen Forums, freute sich über die gute Resonanz in der Bevölkerung. Man möchte mit der Aktion, so Otte-Fahnenstich, ein Zeichen setzen für Demokratie, Offenheit und Vielfalt in der Gesellschaft. Der Stimmung „Ich bin dagegen“, wolle man etwas Positives entgegensetzen.

Der Verein Initiative Offene Gesellschaft hatte so viele Mitstreiter gefunden, dass bundesweit mehr als 700 Tische eingedeckt werden konnten. Für Jürgen Benden vom Bürgertreff Geilenkirchen war die Teilnahme selbstverständlich. Benden: „Wir leben im Bürgertreff das ganze Jahr über die offene Gesellschaft.“ Die Aktion sei eine schöne Gelegenheit, mit anderen Einrichtungen den Gedanken auf die Straße hinaus zu tragen.

Christian Maibaum (l.) und Theo Mühlenberg (r.) sorgten am Amos-Grillstand für den Nachschub an Grillwürstchen. Foto: Dettmar Fischer

„Möchten Sie ein kostenloses Würstchen?“, fragte Christian Mühlenberg die Passanten, während er am Grillstand von Amos das Grillgut nicht aus den Augen ließ. Sein Kollege Theo Mühlenberg platzierte die Würstchen in die aufgeschnittenen Brötchen. Mit zunehmend besserem Wetter und dem Nahen der Mittagsstunde nahmen immer mehr Bürger das Würstchenangebot gerne an und ließen sich an den Tischen nieder. Thomas Markert, bei Amos zuständig für die Projektorganisation, meinte, es sei sicherlich leichter, mit Menschen jedweder Couleur beim Essen und Trinken ins Gespräch zu kommen. Am Esstisch könnten Hemmschwellen doch leichter genommen werden.

Ulla Otte-Fahnenstich verwies darauf, dass die Initiative Offene Gesellschaft ursprünglich Diskussionsrunden veranstaltet habe, um über Demokratie und eine offene Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. Daraus habe sich die Idee entwickelt, am gedeckten Tisch miteinander zu sprechen. Die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls werde angestrebt, und, wenn möglich, sollten die Menschen sich bei Tisch über ihre Werte austauschen.

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