Merkstein/Übach-Palenberg: Suche nach Zeitzeugen und Dokumenten der Grube Adolf

Merkstein/Übach-Palenberg: Suche nach Zeitzeugen und Dokumenten der Grube Adolf

Die aktive Zeit der Grube Adolf liegt schon rund 42 Jahre zurück. Eine lange Zeit, an die sich nur noch ältere Bergleute erinnern können. Diese lebendigen Erinnerungen gilt es zu bewahren. Gemeinsam mit dem Verein Bergbaudenkmal Adolf ist darum der Heimatbuch-Autor Jürgen Klosa aus Übach-Palenberg seit einigen Wochen in Merkstein unterwegs.

Geplant ist ein Buch über die Grube Adolf, das einerseits die Geschichte dieser Bergbaueinrichtung, andererseits auch viel Erlebtes und menschlich Interessantes enthalten soll, das heißt Wirtschafts- und Sozialgeschichte in einem.

Verein und Autor sind sich einig, dass es eigentlich schon „5 nach 12“ für ein solches Unternehmen ist, aber es sollte doch möglich sein, aus einem Erzählbild von 100 Einzelgesprächen mit ehemaligen Adolf-Bergleuten und -Beschäftigten viel von dem damaligen Zeitgeist und dem Leben der Bergleute unter- oder übertage zu dokumentieren. Dieses lebendige Andenken an die Bergleute der Grube Adolf, die zwischen 1899 und 1972 Merkstein zu dem gemacht haben, was es heute ist, soll auch ein Stück Wertschätzung für ihre Arbeit sein. Es soll auch eine Erinnerungsstütze sein, um künftigen Generationen ein Stück ihrer Identität, die durch Väter und Vorväter geprägt wurde, zu erhalten.

So würden die Verantwortlichen nicht darauf wetten, dass jedes Merksteiner Kind im Alter bis zu zehn Jahren auf direkte Befragung weiß, was eine Zeche ist. Darum habe ein solches Buch für künftige Generationen einen unschätzbaren Wiederentdeckungswert.

Nach zahlreichen Gesprächen ist Jürgen Klosa von seinem Vorhabens überzeugt und lädt weitere ehemalige „Adolfer“ zu einem Gespräch ein. Wer dazu bereit ist, hat die Möglichkeit, sich an Ralf Scheuermann vom Verein Bergbau-Denkmal, Telefon 02406/969887, zu wenden oder direkt an den Autor Jürgen Klosa, Telefon 02404/23750. Es können auch Söhne und Töchter von ehemaligen oder verstorbenen Adolf-Bergleuten sein, von denen aber vielleicht Bilder oder Aufzeichnungen oder überlieferte Erlebnisse existieren. Wer entsprechendes Material leihweise zur Verfügung stellt, bekommt dieses nach Bearbeitung zurück, so Jürgen Klosa. Dass es den Buchmachern um die Sache geht, unterstreicht das Ziel, ein Buch zu erstellen (etwa 300 Seiten, Fadenbindung mit Hartdeckel-Einband), das unter 20 Euro kostet.