Starkregen sorgt für Seenlandschaften in Geilenkirchen

Schilder warnen entlang der Wurm vor Hochwasser : Trotz Starkregen ruhiges Wochenende für Feuerwehren

Trotz der Regenfälle sprechen die Feuerwehren von einem ruhigen Wochenende. Allerdings haben sie stets die Wurm im Blick.

Anhaltender Regen sorgte in den vergangenen Tagen in manchen Städten der Region für Dauereinsatz der Feuerwehren.  Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, zerstörte Häuser waren die Folgen des Tiefs. Ruhig hingegen war die Lage in Übach-Palenberg. Detlef Mäntz, Leiter der Übach-Palenberger Feuerwehr: „Wegen Sturm oder Regen hatten wir am Freitag und Samstag keinen einzigen Einsatz.“

Entspannt war die Lage auch in der Gemeinde Gangelt. Hier musste lediglich die Löscheinheit Schierwaldenrath zweimal ausrücken. Die erste Alarmierung erfolgte laut Oliver Thelen, Sprecher der Gangelter Wehr, am Samstag um 9.30 Uhr. Die Oberstraße zwischen Schierwaldenrath und Laffeld stand unter Wasser. Die Löschgruppe Gangelt pumpte eineinhalb Stunden das Wasser ab.

Der zweite Einsatz der Löschgruppe Schierwaldenrath erfolgte am Samstag um 15.30 Uhr. Ein Baum war auf die Maarstraße in Schierwaldenrath gestürzt. Die Wehrleute zerkleinerten ihn und räumten die Fahrbahn frei.

Da, wo sich ansonsten im Geilenkirchener Wurmauenpark eine Rasenffläche befindet, hat sich ein kleiner See gebildet. Foto: ZVA/Udo Stüßer

Entlang der Wurm warnten auf den Wegen Schilder die Spaziergänger vor Hochwasser. An vielen Stellen bildeten sich große Seenlandschaften. So standen weite Teile der Landschaft bei Hommerschen in Geilenkirchen unter Wasser. Hier war die Wurm über die Ufer getreten.  Auch im Wurmauenpark tummelten sich Schwäne in Wasser, wo ansonsten grüne Rasenflächen sind.

Die Geilenkirchener Feuerwehr selbst hatte laut dem stellvertretenden Wehrleiter Ralf Dechene einen relativ entspannten Tag. Hatte sie vor einer Woche noch aufgrund von Sturm und Regen 44 Einsätze, so musste sie am Samstag lediglich die Straße zwischen Kogenbroich und Müllendorf sperren, weil die Wurm auch dort über die Ufer getreten war und die Straße überflutet war.

Auf dem Berliner Ring stürzte ein Baum um, den die Geilenkirchener Wehrleute aber schnell mit der Motorsäge beseitigten. Ein dritter Hilferuf für die Geilenkirchener Wehr kam am Samstag aus Süggerath: Hier drohte ein hölzerner Strommast umzustürzen. Die Wehrleute sicherten die Einsatzstelle und informierten den Energieversorger. Den ganzen Samstag über kontrollierten Ralf Dechene und der Einsatzführungsdienst der Geilenkirchener Feuerwehr die Pegelstände der Wurm. Jedoch waren weitere Einsätze nicht erforderlich.

Entlang der Wurm warnen, wie hier in Zweibrüggen, überall Schilder vor Hochwasser. Foto: ZVA/Udo Stüßer
(st)
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