Geilenkirchen: Stadtsportverband findet keinen Vorsitzenden

Geilenkirchen: Stadtsportverband findet keinen Vorsitzenden

Der Stadtsportverband Geilenkirchen geht ohne einen Vorsitzenden in seine nahe Zukunft. Bei der Mitgliederversammlung konnte das Amt des Vorsitzenden nicht besetzt werden, nachdem Heinz-Dieter Reinartz nicht mehr kandidiert hatte.

„Nach 20 Jahren im Stadtsportverband trete ich nicht mehr für den Vorsitz an“, kündigte Heinz-Dieter Reinartz — nicht unerwartet — vor den Delegierten und auch Bürgermeister Thomas Fiedler im Hotel Jabusch an und bekannte, die Zeit im Stadtsportverband habe ihm viel Spaß gemacht.

Dem Stadtsportverband sind 28 Sport treibende Vereine aus Geilenkirchen angeschlossen. So hatten sich die Vorstandskolleginnen und -kollegen im Vorfeld dieser 46. Mitgliederversammlung bemüht, einen Nachfolger zu finden. „Wir haben viele Personen angesprochen, aber niemand hat sich bereit erklärt, den Vorsitz zu übernehmen“, sagte der Chef des Kreissportbundes, Ronnie Görtz, der bei den Wahlen die Versammlungsleitung führte. „Wir wollen das nicht übers Knie brechen. Wir sind schon auf einem guten Weg und werden einen Vorsitzenden finden“, warf Stadtsportverbands-Geschäftsführer Heinz-Josef von St. Vieth ein. Auch ohne Vorsitzenden sei der Stadtsportverband geschäftsfähig und könne seine Arbeit fortführen.

In seinem Geschäftsbericht hatte er zuvor auf die zurückliegenden Stadtmeisterschaften und andere Veranstalten verwiesen, kam auch auf die Sportstättenbegehungen zu sprechen. Viele Anlagen seien nicht in Ordnung und teilweise in einem desolaten Zustand. Dort Leichtathletik zu betreiben sei kaum möglich. „Wir möchten Bürgermeister und Ratsvertreter auf diesen Anlagen zur Teilnahme am Deutschen Sportabzeichen einladen“, so der Geschäftsführer satirisch.

Bei den anderen Vorstandspositionen gab es keine Diskussion. Die Mitglieder wählten Wolfgang Oelsner erneut zum Kassierer, auch Ulla Symens als Frauenvertreterin, Peter Mehlkop und Dietmar Schiffers zu Kassenprüfern.

Aufgerufen wurde ein Antrag des FC Germania Bauchem zum Verzicht auf durch die Stadt Geilenkirchen gewährte freiwillige Leistungen (Zuschüsse) für die Jugendarbeit der Sportvereine für ein Jahr. Im Hinblick auf die kostenfreie Nutzung der Sportstätten könnten die Vereine ein Zeichen zur Entlastung des Haushalts der Stadt setzen. Nach Diskussion wurde klar, dass sich der Antrag nicht durchsetzen ließe, weil insbesondere die kleinen Vereine auf diese wenn im Einzelnen auch nur geringen Zuschüsse angewiesen seien, um weiterhin effektive Jugendarbeit gewährleisten zu können. So zog Markus Diederen im Auftrag des FC Germania Bauchem den Antrag zurück.

Die Versammlung stimmte jedoch positiv ab über eine von Ulla Symens eingebrachte Forderung an die Stadt, nach der sich die Kommune einmal Gedanken über eine Änderung beziehungsweise Anpassung der Hallenbelegungszeiten machen möge.

Schließlich dankte zweite Vorsitzende Karin Hoelscher dem scheidenden Vorsitzenden Heinz-Dieter Reinartz für dessen Vorstandsarbeit mit Präsent und Blumenstrauß.

(g.s.)