Stadtentwicklungsausschuss für Parkraumkonzept

Parkraumkonzept : Autofahrer sollen schnell und sicher in die Stadt

Der vom Geilenkirchener Bauausschuss in der vergangenen Woche geforderte Generalverkehrsplan ist erst einmal wieder vom Tisch. Stattdessen soll nach dem Willen des Stadtentwicklungsausschusses ein Parkraumkonzept erarbeitet werden.

Geilenkirchen Ausgangspunkt für die Diskussion in den politischen Gremien war die Verkehrssituation auf der Herzog-Wilhelm-Straße, die Autofahrern und Anwohnern gleichermaßen ein Dorn im Auge ist.

Und so hatte die Bürgerliste einen Antrag gestellt, hierfür Abhilfe zu schaffen. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses kamen die Mitglieder nach einem Vorschlag von CDU-Sprecherin Barbara Slupik überein, nicht nur die Herzog-Wilhelm-Straße in Augenschein zu nehmen, sondern schnellstmöglich einen Generalverkehrsplan für die Innenstadt in den Stadtentwicklungsausschuss einzubringen. In der wenige Tage später stattfindenden Sitzung dieses Ausschusses stand allerdings ein Sachstandsbericht zum Thema „Parkraumsituation im Stadtkern“ auf der Tagesordnung.

Da nun wenige Tage zuvor im Bauausschuss überraschend ein Generalverkehrsplan ins Gespräch gekommen war, erklärte Beigeordneter Herbert Brunen, sich jetzt nur auf einige allgemeine Ausführungen beschränken zu wollen: Neben der Herzog-Wilhelm-Straße gebe es weitere Konfliktbereiche in der Innenstadt, sagte er und nannte das Umfeld des Krankenhauses, die Heinsberger Straße, die Konrad-Adenauer-Straße und das Umfeld des Rathauses. „Die Meinung des Bauausschusses war, eine Gesamtlösung zu entwickeln, um die Probleme nicht von einer in die nächste Ecke zu verschieben“, sagte Brunen. Doch dieser Meinung schloss sich der Stadtentwicklungsausschuss so nicht an.

Manfred Schumacher (CDU) fragte nach den Kosten, die für solch ein Konzept noch ermittelt werden müssten. Gleichzeitig plädierte er für ein Parkleitsystem anstatt für einen Generalverkehrsplan. Ingo Schäfer (SPD) meinte: „Bevor wir überhaupt an einem Konzept arbeiten, müssen wir klären, was wir für unsere Stadt wollen. Wollen wir intensiven Verkehr in der Innenstadt. Oder wollen wir die Stadt von Autos befreien. Wir haben Durchfahrtsverkehr, Parksuchverkehr und Schulbringverkehr.“ Auch Ausschussvorsitzender Karl-Peter Conrads (CDU) hatte Fragen. Wolle man den Individualinteressen von Bürgern folgen oder ein übergeordnetes Konzept? Und wie wirke sich der Parkverkehr auf den Verkehrsfluss aus?

Aufgrund dieser Fragen forderte Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden ein Gesamtkonzept und kein Parkkonzept. Manfred Schumacher wandte ein: „Wir haben in den vergangenen Jahren die gesamte Innenstadt umgestaltet. Nun geht es um die Frage, wo können Bürger parken, damit sie schnell und sicher in die Innenstadt kommen. Wir sollten jetzt den Parkraum überplanen.“ So beschloss der Stadtentwicklungsausschuss, ein Parkraumkonzept unter Beachtung der Verkehrsströme in der Innenstadt zu entwickeln.