Geilenkirchen: Spaßmusical „Mr. Winzig“ in der integrativen Kita

Geilenkirchen: Spaßmusical „Mr. Winzig“ in der integrativen Kita

Mehr als 50 Vorschulkinder aus drei Geilenkirchener Kindertagesstätten haben sich in den zurückliegenden Tagen als Schauspieler verdingt. Die Jungen und Mädchen der AWO-Kita Jahnstraße, der städtischen Kita Bauchem und der Integrativen Kita Triangel der Lebenshilfe Heinsberg in der Robert-Koch-Straße in Geilenkirchen studierten unter fachlicher Anleitung von Rita Zimmermann, Miriam Frank, Desdemona Reese und Raimund Groß das lustige Musical „Mr. Winzig“ ein.

Das Stück wird nun am Samstag öffentlich aufgeführt. „Rita und der kleine Schosch“ ist der Name der Kölner Musikgruppe, die hinter dem Quartett steht.

Die Truppe macht Kindermusik mit coolen Rhythmen, witzigen Texten und aberwitziger Bühnenshow und ist Preisträger eines 2012 in Nürnberg ausgeschriebenen Kinderliederwettbewerbs. 2007 erhielt die Gruppe zudem den Kulturpreis der Stadt Feldkirch, gewann den Kinderliederwettbewerb von WDR 5 und Unicef und landete mit den Kinderliedern „Monster“ und „Kleine Jungs“ auf Platz 1 der Lilipuz-Hitparade 2011.

Puzzle fürs Bühnenbild

Eine derartige Erfahrung war die beste Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz einer sachkundigen und kompetenten Gruppe, die in einem Workshop die Geilenkirchener Kinder an die Geschichte von „Mr. Winzig“ heranführen sollte.

Für die verschiedenen Rollen wurden geeignete Kinder ausgewählt, andere Jungen und Mädchen studierten die Texte und Melodien der Lieder ein oder übten Tanzaktionen. Entsprechend einem Liedtitel „Sei doch mit dabei“ handelte es sich um ein Mitmachmusical, bei dem sich die Kinder auch noch kreativ betätigen können.

Die Darsteller teilten sich in verschiedene Gruppen und studierten in allen drei Kindergärten ihre Rollen ein. Bandmitglieder hatten im Vorfeld ein Puzzle gefertigt, das es von den Jungen und Mädchen in der Kita Triangel zusammenzubauen galt. „Hallo, liebe Puzzleteile“, sprach Raimund Groß die 13 in der Kita der Lebenshilfe agierenden Kids an. Alle nahmen ihr Puzzleteil in die Hand und bauten daraus ein Gesamtwerk, das — mit der Sonne in der Mitte — schön anzusehen und als Bühnenbild für das Musical bestens geeignet war.

Das Musical erzählt die Geschichte von Mr. Winzig, von Vor- und Nachteilen des „winzig-seins“, von Ablehnung und Respekt. Doch am Ende lautet das Fazit: „Keiner bleibt allein.“ Die Bühnenshow und die Songs des von der Lebenshilfe präsentierten Musicals sind so konzipiert, dass möglichst viele Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Begabungen mitwirken können. Zielgruppe des Projekts sind Jungen und Mädchen mit und ohne Behinderung der drei Kindertagesstätten sowie deren Familien.

„Die Lebenshilfe will eine breite Öffentlichkeit auf das Zusammenleben von Kindern mit und ohne Behinderung aufmerksam machen und die Begriffe Inklusion und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit Aktivität füllen“, betont Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen.

Gefördert wird das Mr.-Winzig-Projekt durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern — Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

(g.s.)