Geilenkirchen: Sehnsucht nach dem Frühling bei Geilenkirchener Blumenhändlern

Geilenkirchen : Sehnsucht nach dem Frühling bei Geilenkirchener Blumenhändlern

Zwischen Kälte und Nässe gab es im März nur einen Hauch von Frühling. Das bekommen auch die Gärtnereien und Blumenmärkte zu spüren. Primeln, Stiefmütterchen, Gänseblümchen — da sollten eigentlich Frühlingsgefühle aufkommen.

Doch das schlechte Wetter der vergangenen Wochen sorgte dafür, dass die Frühlingssaison so gut wie weggefallen ist. Zumindest für viele Gärtnereien und Blumenmärkte.

Michael Stahl, Inhaber der Gärtnerei Stahl in Geilenkirchen, weiß, dass das vor allem am trüben März lag. „Die ganzen Frühlingsblüher, also Stiefmütterchen und Primeln, aber auch Zwiebelgewächse wie Tulpen und Narzissen stehen uns auf den Füßen. Die Ware müsste jetzt eigentlich schon längst weg sein“, erzählt Stahl.

Stattdessen ist ein Großteil des Marktes immer noch voll davon. Auch kleinere Blumengeschäfte wie Blumen Nobis sind nicht ganz zufrieden mit den Verkaufszahlen. „Wir können nur hoffen, dass die nächsten Tage schön werden und dann noch einiges an Ware weggeht“, erzählt Inhaberin Gertrud Apweiler-Nobis.

Bei den verschiedenen Obstbäumen sei es laut Stahl das gleiche Problem. „Obstbäume werden im März gekauft. Eigentlich stünden die jetzt schon im Freien, aber es ist einfach zu kalt“, erklärt er und zeigt auf kleine Kirsch- und Apfelbäume, die immer noch im Inneren der Gärtnerei stehen. Generell gehe der Verkaufstrend aktuell in Richtung Obst. Viele Familien, die ein Haus kauften oder bauten, pflanzten auch Obstbäume. Das freut Stahl natürlich.

Im vergangenen Jahr hätte der Frost im April noch mal zugeschlagen und viele Gewächse kaputt gemacht. Das könnte ein weiterer Grund dafür sein, dass die Kunden in diesem Jahr einfach vorsichtiger beim Kaufen seien. „Für uns ist es schwer, mit den Temperaturschwankungen umzugehen“, erklärt Stahl.

Auch Hobbygärtner sollen es im Moment schwer haben. Die Gemüsesetzlinge, die aktuell bei Stahl im Verkaufsraum stehen, eigneten sich bei diesen Temperaturen nur für Gewächshäuser. Spätfröste sind in Deutschland in der Regel bis Mitte Mai möglich. Bis dahin können viele Balkon- und Gartenpflanzen noch nicht dauerhaft ins Freie.

Auch bei den Gartenbaubetrieben am Niederrhein seien die Nachfrage von Beet- und Balkonpflanzen wegen des kalten Wetters im Februar und der schwankenden Temperaturen im März eher verhalten gewesen, teilte die Erzeugergenossenschaft Landgard in Straelen am Niederrhein mit.

Blumengeschäfte, die mehr auf Schnittblumen und den Innenbereich ausgerichtet sind, wie Michaela‘s Blumengalerie in Übach-Palenberg, seien von dieser Problematik nicht betroffen.

Die Saison der Frühlingsblüher ist jetzt vorbei. Mitte April bis Mitte Mai stehen die Frühjahrsstauden hoch im Kurs. Ab Mitte Mai werden vermehrt Geranien und Beetwaren im Angebot sein. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

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