Gangelt: Schulprojekt: Unterstützung für Ruanda

Gangelt: Schulprojekt: Unterstützung für Ruanda

Seit 14 Jahren gehört das Ruanda-Hilfsprojekt zum Alltag in der Gangelter Realschule. Projektwochen, der jährliche Ruandalauf und kleinere Einzelaktionen halten die Probleme in Teilen des afrikanischen Kontinents bei den Schülern präsent, sensibilisieren sie dafür, dass das Leben in der westlichen Welt ein Privileg, aber kein weltweiter Standard ist.

Insgesamt wurden in diesen Jahren an die Ruanda-Hilfe 56.000 Euro überwiesen. Regelmäßig informiert Dr. Bernd Bierbaum als Vertreter des Vereins „Wir für Ruanda“ über die Fortschritte in den Projekten, über den Verbleib des gesammelten Geldes.

Aktion „Lebenshoffnung“

Aber auch außerhalb des „großen“ Schulprojektes Ruanda gibt es Aktivitäten. So hat sich eine kleine Gruppe von Schülern zusammen mit Lehrerin Gabi Deyerling-Seidel auf die Fahne geschrieben, das Projekt mit zusätzlichen Aktionen zu unterstützen. Aktuell ist die Aktion „Lebenshoffung“, bei der vor allem behinderte Kinder in Ruanda speziell gefördert und beschult werden.

Zur Information und Koordination wurde von den Technikern der Gruppe eine Internetseite eingerichtet. Unter www.Rsghilftruanda.de gibt es viel Wissenswertes über die Arbeit. Das Startgeld wurde den Jugendlichen von der Organisation „Jugendhilft“ zur Verfügung gestellt.

Finanzieller Erfolg

Um an Spendengelder zu kommen, wurden unter anderem Ton-Blumentöpfe aufwändig mit Serviettentechnik verziert, mit „Bohnen der Hoffnung“, Kaffee, gefüllt und beim Schulfest und Elternsprechtag mit einer Infobroschüre verkauft. Beim Schulfest wurden Fotos von den Besuchern gemacht, fototechnisch „ausgeschnitten“ und vor einen afrikanischen Hintergrund gesetzt. Das war Spaß für die Gäste und ein finanzieller Erfolg für die Ruanda-Helfer. Ebenfalls erfolgreich und für die Ersteller lehrreich, eine Broschüre, die „Spiele aus Großmutters Zeiten“ zusammenfasst. Hier zeigte sich die Druckerei Minkenberg aus Oberbruch hilfsbereit und druckte das Heft kostenlos.

„Wie haben unsere Eltern und Großeltern es geschafft, sich ohne technische Geräte zu amüsieren“, war die Frage, die immer wieder für Freude und Erstaunen sorgte. Frei nach dem Motto „Wer bist du, wenn der Strom ausfällt?“ machten Begriffe wie „Mensch ärger dich nicht“, „Mau-Mau“ oder Völkerball da die Runde.

Fest in Oberbruch

Dieses wunderbare Heft ist über die Realschule erhältlich. Zwei der jugendlichen Mitstreiter, die ins soziale Fach wechseln und ihre Hilfs-Arbeit dort gut brauchen können, verlassen die Schule und das Projekt. Andere „Abgänger“ helfen weiter, aus den unteren Klassen rücken Helfer nach. Aktuell werden Lose für das Ruandafest in Oberbruch verkauft. Dort werden die Schüler der 7c mit einem Stand vertreten sein und weiter im Namen der Gangelter Realschule daran arbeiten, Projekte in Ruanda zu unterstützen.

(hama)
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