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Abschied: Schulleiterin Gabriele Kaspers verlässt das BKW Geilenkirchen

Abschied : Schulleiterin Gabriele Kaspers verlässt das BKW Geilenkirchen

Gabriele Kaspers wurde 2013 Schulleiterin und führte das Berufskolleg neun Jahre lang. Nun warten neue Aufgaben auf sie.

Gabriele Kaspers hat sich nach neun Jahren als Schulleiterin am Berufskolleg Wirtschaft (BKW) des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen von ihren Kolleginnen und Kollegen verabschiedet. Sie wird in Zukunft ihr Wissen und ihre Kompetenzen im Rahmen von Fortbildungen an junge Lehrkräfte und künftige Schulleitungen weitergeben.

Gabriele Kaspers wurde 2013 Schulleiterin und führte das Berufskolleg gemeinsam mit Brigitte Esser. Das BKW vereint neben kaufmännischem Berufsschulunterricht in den Bereichen Büromanagement, Einzelhandel, Industrie, Medizin, Steuern auch vielfältige Vollzeitschulformen wie ausbildungsvorbereitende Maßnahmen, Berufsfachschule, Höhere Handelsschule, gymnasiale Oberstufe mit dem Schwerpunkt Wirtschaft oder Informatik und die Fachschule für Wirtschaft unter einem Dach und bietet damit ein breites Spektrum an Abschlüssen an: vom Hauptschulabschluss bis zur allgemeinen Hochschulreife und zum Bachelor Professional bzw. „Staatlich geprüfte Betriebswirtin/Staatlich geprüfter Betriebswirt“. Zuletzt kamen noch verschiedene internationale Klassen dazu. Entsprechend ergab sich eine große Bandbreite unterschiedlichster Aufgaben und Betätigungsfelder in der neunjährigen Amtszeit für Gabriele Kaspers.

Nach der Verabschiedung beim Landrat Stephan Pusch hieß es jetzt, auch im Kreis der Kolleginnen und Kollegen sowie einiger persönlicher Gäste aus den Reihen der anderen Berufskollegs im Kreis, von Kreisvertretern, Vertretern der Schülerinnen und Schüler und Eltern Abschied zu nehmen.

Die stellvertretende Schulleiterin Dorothee Frantzen-Beckers ließ die vergangenen Jahre mit Gabriele Kaspers als Schulleiterin noch einmal Revue passieren. „Schon 2014 hat es mit der Zertifizierung des BKW als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage einen ersten Höhepunkt der Amtszeit gegeben“, sagte sie. Schulorganisatorisch seien zudem Verwaltungs- und Organisationsprozesse umstrukturiert und modernisiert worden. Die Unterrichtsentwicklung im Sinne eines selbstorganisierten, individualisierten Lernprozesses sowie die Implementierung von Digitalisierungskonzepten seien vorangetrieben worden. Hiervon habe die Unterrichtsgestaltung gerade in der Corona-Pandemie mit wechselnden Phasen von Distanz-, Präsenz- und Wechselunterricht besonders profitiert.

Schließlich sei Gabriele Kaspers von Beginn an der Ausbau des Bereiches Ausbildungsvorbereitung ein wichtiges Anliegen gewesen. Dieser habe durch die Flüchtlingswellen ab 2015 und aktuell wegen der ukrainischen Kriegsflüchtlinge nochmals eine Erweiterung erfahren. „Gerade hier hast du dich besonders engagiert, nicht nur aufgrund deiner pädagogischen Kompetenz, sondern vor allem auch, weil du ein großes Herz für benachteiligte Jugendliche hast!“, so Frantzen-Beckers.

Auch Adi Klaming würdigte den ganzheitlichen pädagogischen Ansatz der Schulleiterin. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Umweltzerstörung und des derzeitigen Krieges bräuchte es mehr Schulleiterinnen wie Gabriele Kaspers, für die Schule mehr als die Vermittlung von Fachwissen sei.

(red)