Geilenkirchen: Schnapsflaschen schon in Scherben zerlegt

Geilenkirchen: Schnapsflaschen schon in Scherben zerlegt

Müllvermeidung und Nachhaltigkeit sind nur zwei Ziele, denen sich ein Umweltprojekt der Stufe Q1 des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula derzeit widmet. Das Thema ist eingebunden in das Projekt „Schule der Zukunft“ der Natur- und Umweltschutzakademie (NVA) des Landes NRW und soll schon Schüler zum schonenden Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ermutigen.

Kurslehrer Tobias Bleimann hat auch das Problem des „wilden Mülls“ im Projektkurs Erdkunde behandelt. „Recycling, Ressourcenknappheit und Nachhaltigkeit haben wir im Unterricht thematisiert“, nennt er drei Beispiele. Jetzt entschlossen sich die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses, die Theorie in die Praxis umzusetzen und selbst anzupacken.

So schlossen sich Julia Kohlhaas, Malte Bürgstein, Dominik Diesburg, Arne Hensgens, Pascal Hillemacher, Fabrice Manczak und Niroshen Panchalingam der noch diese Woche laufenden bundesweiten Kampagne „Trashbusters“ der Naturschutzjugend (NAJU) an und zogen mit Müllsäcken an der Wurm entlang, sammelten alles auf, was dort nicht hingehörte. „Müll mich nicht voll — wir haben gerade aufgeräumt“ ist auf dem Plakat der „Trashbusters“ zu lesen, das während der Säuberungsaktion von den Teilnehmern an verschiedenen Orten angebracht wurde.

Glücklicherweise hatten alle schützende Handschuhe angezogen und führten Müllzangen mit, denn besonders am Wurmweg in Höhe der Kornmühle fanden die Gymnasiasten jede Menge Bier- und Spirituosenflaschen, teilweise in viele Scherben zerlegt. Vier Stunden lang waren die Jugendlichen unterwegs und hatten am Ende den gesammelten Unrat in sechs Säcke verstaut. Kurslehrer Tobias Bleimann sieht die zweite Sammelaktion der Schüler nach 2012 als Anstoß für weitere Umweltprojekte.

Der gesammelte Müll soll nun getrennt und fachgerecht entsorgt werden. „Damit die Aktion auch einen Hintergrund hat“, sagt Niroshen Panchalingam. „Wir wollen ohnehin ein Mülltrennsystem in unserer Schule einführen“, blickt Tobias Bleimann in die nahe Zukunft.

(g.s.)
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