Übach-Palenberg: Richtfest für das Boardinghaus: Rohbau drei Wochen früher fertig als geplant

Übach-Palenberg : Richtfest für das Boardinghaus: Rohbau drei Wochen früher fertig als geplant

Hoch oben, weithin sichtbar, baumelt an einem Kran die große, mit bunten Bändern geschmückte Richtkrone über dem Übacher Boardinghouse an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/An der Linde. Schon drei Wochen früher als geplant ist der Rohbau fertig, und das Richtfest des rechteckigen, 45 Meter langen, 15,66 Meter hohen und 14,86 Meter tiefen Gebäudes kann gefeiert werden.

Die Investoren, Dunja Kahlen und Ralf Wetzler, Geschäftsführer der Aixact Boardinghouse GmbH aus Aachen, haben hierzu alle Beteiligten zu einem zünftigen Umtrunk eingeladen. Wetzler begrüßt die Gäste und betont: „Es soll vor allem ein Fest für die Handwerker sein. Zum Glück hat es keine Unfälle gegeben.“

„in2 the Boardinghouse“ — das steht frei übersetzt für „Hinein ins Boarding-Hotel“. Beim Richtfest freuen sich die Verantwortlichen über den bisherigen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten. Foto: Renate Kolodzey

Man sei mit dem Rohbau schnell vorangekommen, was vor allem an der guten Zusammenarbeit mit dem Aachener Bauunternehmen Derichs und Konertz sowie dem Aachener Fachingenieurbüro Walter, das für die Statik verantwortlich sei, liege, hebt Wetzler hervor. Der Volksbank Heinsberg und der Aachener Bank dankt er für ihre finanzielle Unterstützung.

Das Gebäude heiße ‚in2 the Boardinghouse‘, verrät der Bauherr, dies sei die Abkürzung für „Into the Boardinghouse“, frei übersetzt „Hinein ins Boarding-Hotel“. Insgesamt 50 Zimmer für längerfristige und kurze Aufenthalte seien ab April 2019, wenn die Eröffnung anstehe, verfügbar.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch freut sich über das „überzeugende Konzept, gekonnt umgesetzt“. Es sei die perfekte Beherbergungsmöglichkeit, die Übach-Palenberg dringend sowohl für Geschäftsleute als auch für weitere Gäste benötige.

Uwe Thamm, Niederlassungsleiter von Derichs und Konertz, weist darauf hin, dass seine Firma schon seit Jahren mit Aixact zusammenarbeite, es sei also eine bewährte Partnerschaft. „Im Gebäude haben wir 1500 Kubikmeter Beton und 175 Tonnen Stahl verbaut. Die Wände und Decken sind Fertigbauelemente mit 3600 Quadratmetern“, gibt er technische Details preis.

Bauingenieur Ali Bildik, Bauleiter vor Ort, würdigt vor allem das Zusammenspiel der einzelnen Gewerke: „Das war top!“

Polier Serday Sensoy stimmt ihm zu: „Alles ist sehr gut gelaufen — reibungslos und schnell!“ Architekt Benedict Casademont aus Aachen, der mit Projektleiterin Britta Franke vor Ort ist, erläutert: „Der Standard des Hauses wird der eines Vier- bis Fünf-Sterne-Hotels sein mit wenig Personal und ohne Rezeption. Alles läuft über eine Art Scheckkarte.“

Ein derartiges Boardinghouse sei ein gutes Geschäftsmodell für Ortschaften außerhalb von Ballungsgebieten, wo sich ein Standardhotel nicht trage, man aber Zimmer anbieten möchte, fügt er hinzu. Zudem belebe es die Gastronomie in der Umgebung, obwohl auch jedes Zimmer eine Küche habe.

Birgit Wetzler, für die Betreuung des Boardinghauses zuständig, informiert: „Jedes Zimmer hat eine Kitchenette, einen Kühlschrank und eine Mikrowelle. Es gibt sogenannte Long-Stay-Zimmer und welche für Kurzaufenthalte wie in einem normalen Hotel.“

Vom ersten Stock hinab hält Polier Serday Sensoy abschließend eine witzige Rede in Reimform auf alle Beteiligten, wobei ihm nach jeder Strophe ein Kollege ein kleines Glas Hochprozentiges anreicht, das er genüsslich leert und versichert: „Das ist kein Wasser!“

Das letzte Glas wirft er stilecht mit lautem Knall auf den Boden und ruft: „Du, Glas, zersplittere im Grund. Geweiht sei dieses Haus zur Stund“, dem die Gäste mit viel Applaus zustimmen.

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