Übach-Palenberg: Radsport feiert Premiere in Übachs Mitte

Übach-Palenberg: Radsport feiert Premiere in Übachs Mitte

In Übach geht es rund. Buchstäblich. Eine Premiere in der Stadt macht es möglich. An Fronleichnam, 11. Juni, startet vor dem Rathaus das erste Radrennen schlechthin auf dem Asphalt der Ex-Zechenstadt. Ausrichter ist der Polizeisportverein (PSV) Aachen in Kooperation mit dem Aktionskreis Pro Übach.

Das Kind hatte rasch einen treffenden Namen: Wolfgang Engelen vom PSV und Heiner Weißborn von Pro Übach, die maßgeblich das große Rad in Schwung gebracht hatten, einigten sich auf: „Übachtal-Rennen”. Und dieses 1. Übachtal-Rennen, dessen Schirmherr Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll sein wird, hat es in sich, es ist keineswegs ein lockeres Schaufahren, es geht um Leistung, Zeit und wertvolle Punkte für die drei Bezirksmeisterschaften Aachen, Köln und Mittelrhein-Süd.

Rund 250 Teilnehmer werden vom Veranstalter erwartet, 200 haben bereits gemeldet. Auf dem 1,6 Kilometer langen Rundkurs durch die Übacher City werden die Besucher spannenden und attraktiven Radsport erleben.

Vom Rathausvorplatz geht es über die Talstraße, die Quäkergracht hoch über den Kirchplatz, die Rimburger Straße runter, durch den Kreisverkehr an der Dammstraße und wieder zum Rathausvorplatz.

„Mindestens neun Wettkämpfe finden von 10 bis 17 Uhr statt. Das Hauptrennen mit den Semi-Profis im Rennsattel beträgt 40 Runden, sprich 72 Kilometer. Das Rennen mit den wenigsten Runden, nämlich acht, bestreiten die Jugendlichen”, erläutert Heiner Weißborn. Auch der weniger trainierte Pedalritter, der weniger vom Leistungsgedanken beseelt ist, kann sein Können im Übacher Parcours unter Beweis stellen, beim so genannten Hobby-Rennen.

Spannung, Spaß und Unterhaltung sind garantiert, auch wenn der mörderische Anstieg von Alpe dHuez naturgemäß fehlt. Die größte „Kletter”-Herausforderung haben die Akteure an der Quäkergracht zu bewältigen - mit acht bis zehn Prozent Steigung; insgesamt haben die Sportler 25 Höhenmeter zu überwinden. Nichts Spektakuläres für geübte Radler-Waden.

Dennoch hat das Straßenrennen seinen Reiz: „Das Tolle ist, dass der Rundkurs überschaubar ist und es von daher immer etwas zu sehen gibt, im Kurs ist immer was los”, sagt Heiner Weißborn.

Übach-Palenberg ist wahrlich keine Hochburg der Radrennfahrer. Wie kommt es dennoch zu dieser Idee?

Zündend war offensichtlich nicht allein die sportliche Ambition - Heiner Weißborn, selbst Geschäftsmann, benennt einen weiteren Grund: „Mir geht es in erster Linie darum, das in Übach relativ eingeschlafene Stadtmarketing wiederzubeleben. Es nützt nichts, wenn man nur redet, man muss auch handeln. Die jüngste Initiative ist ein Schritt dorthin.” Wenn man Besucher, viele Besucher in die Stadt locken wolle, müsse man auch einmal ein derartiges Massen-Spektakel wagen.

Der Rathausplatz mit Start-/Ziellinie wird das Zentrum des Sportgeschehens sein, wo auch Speisen und Getränke für die Besucher zur Verfügung stehen. Weißborn macht keinen Hehl daraus, dass sich ein solches sportliches Highlight „nicht einfach mal so” organisieren und realisieren lässt: „Die Vorbereitung kostet viel Zeit und Energie, und ohne Sponsoren-Gelder wäre das Event nicht möglich.”

Trotz aller Mühen - Heiner Weißborn und Wolfgang Engelen wagen die Prognose: Sollte die Premiere ein Happy End haben, dann wird das „Übachtal-Rennen” sicherlich noch weitere Auflagen im Herzen Übach-Palenbergs erleben.

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