Gangelt-Birgden: Radar gestört: Awacs gegen Erweiterung des Windparks

Gangelt-Birgden: Radar gestört: Awacs gegen Erweiterung des Windparks

Die fünf Windräder nahe der Mülldeponie Hanbusch zwischen Birgden und Gillrath sollten erneuert werden. In der Fachsprache des Bauausschusses redete man über die Bebauungspläne Nr. 7, „Repowering des Windparks Gangelt-Hanbusch“ und Nr. 8, „Erweiterung Windpark Gangelt-Hanbusch“.

Derzeit haben die Windräder eine Leistung von 0,6 Megawatt und sind rund 100 Meter hoch. 50 Meter höher sind die geplanten Windräder, sie sollen die vierfache Leistung bringen. Man sprach im Ausschuss aber nur sehr kurz über diesen Punkt, dann wurden beide Pläne „ruhend gestellt“.

Im Sommer ging bei der Gemeinde Gangelt die Stellungnahme des „Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Kompetenzzentrum Baumanagement Düsseldorf, Referat K4-TÖB“ — das hieß früher mal Wehrbereichsverwaltung — ein. Diese Behörde prüft unter anderem, inwieweit Anflugverfahren (Awacs-Teveren) und alles Dazugehörige bei Bebauungsplänen berührt werden. Mindestens zweien der geplanten neuen Windkraftanlagen könne man nicht zustimmen, hieß es. Die Hindernisfreiheit für Start- und Landebahnen mit Instrumentenflugbetrieb sei nicht gegeben. Außerdem erwartet man von diesen Anlagen Beeinträchtigungen des Radars.

Mitgeteilt wurde außerdem, dass die bestehenden fünf Anlagen aus heutiger Sicht aus denselben Gründen nicht genehmigungsfähig wären. Niedrigere Windräder aber seien an diesem Standort realisierbar. Im Gespräch ist allerdings auch noch ein alternatives Anflugverfahren, das dann wiederum zu anderen Höhenbeschränkungen führen könnte. Das will man nun abwarten und sich Anfang 2014 erneut mit diesem Thema beschäftigen.

(hama)
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