Quartierszentrum Bauchem eröffnet

Quartierszentrum Bauchem : Ein „starkes Stück Kirche“ geschaffen

Mit einem großen Festakt und geladenen Gästen wurde der erste Bauabschnitt des Quartierszentrums Bauchem offiziell übergeben. Anschließend wurde mit der Bevölkerung gefeiert.

Lobende Worte für die Gestalter des Quartierszentrums Bauchem fand Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz beim Festakt zur Eröffnung des ersten Baukomplexes. „Für den demografischen Wandel haben Sie Antworten gefunden, wo andere die Fragen noch nicht vernommen haben – Sie sind Ihrer Zeit quasi voraus.

“ Mit der Eröffnung, so Schmitz, werde ein weiterer Meilenstein des kreisweit einmaligen und wegweisenden Quartierskonzepts für Bauchem erreicht. Bürgermeister Schmitz: „Mit den seniorengerechten Wohnkonzepten bietet die Franziskusheim gGmbH ein einmaliges Angebot in unserer Stadt, wenn nicht sogar in unserer Region.“

Der offizielle Festakt wurde unter Teilnahme geladener Gäste vollzogen. Im Anschluss stand das neue Quartierszentrum allen Bürgern offen. Ein kleiner Adventsbasar, Kutschfahrten mit dem Weihnachtsmann und das Trommler- und Pfeiferkorps Bauchem gestalteten das Rahmenprogramm. Im Zentrum des Interesses vieler Besucher stand die Besichtigung des neuen Gebäudes. Nach der Einweihung des ersten Gebäudekomplexes (Baukosten 5,4 Millionen Euro) wird mit der Vollendung des Quartierszentrums durch den zweiten Baukomplex (Baukosten 6,6 Millionen Euro) Ende 2019 gerechnet. Dann wird sich das Quartierszentrum in seiner ganzen Breite entlang der Straße „Im Gang“ präsentieren.

Fertiggestellt sind bereits 18 altengerechte Mietwohnungen. 36 weitere werden im zweiten Bauabschnitt hinzukommen. Nicht nur den Mietern der Seniorenwohnanlage, sondern allen Gästen steht das „Café Franz“ offen. Neben Bürgermeister Georg Schmitz kamen beim Festakt weitere Redner zu Wort.

Ansgar Lurweg nutzte die Gelegenheit, um als verantwortliches Aufsichtsratsmitglied der Franziskusheim gGmbH und Bau- und Liegenschaftsbeauftragter der Pfarrgemeinde St. Maria Himmelfahrt Geilenkirchen, einen ausführlichen Rückblick auf die Entwicklung des Projektes, das teilweise am Standort des ehemaligen Pfarrzentrums und der Kirche St. Josef errichtet wird, zu geben. Lurweg: „Die Entwidmung und der Abriss einer Kirche ist ein emotional hochgradig schwieriges Unterfangen, was die am Projekt Beteiligten in vielfacher Hinsicht bestätigen können.“

Zahlreiche Kirchengebäude seien nicht nur im Bistum Aachen entwidmet, umgenutzt oder abgerissen worden. „Geilenkirchen ist kein Einzelfall! Die Idee, dass Ortskirche mit einem neuen Projekt vor Ort bleibt und sich neu aufstellt, allerdings schon.“ Und Ansgar Lurweg fügte hinzu: „In diesem Projekt steckt zu 100 Prozent katholische Kirche in Geilenkirchen, katholische Kirchengemeinde St. Maria Himmelfahrt, kirchliches Leben in Geilenkirchen!“

Der Weg zur Umsetzung dieses einzigartigen Projektes in der Stadt Geilenkirchen und in der Region sei aber ein steiniger, stellte Ansgar Lurweg fest. Jede Entscheidung der Kirchengemeinde und der Franziskusheim gGmbH zu diesem Projekt sei aber absolut richtig gewesen, rekapitulierte Ansgar Lurweg. Auch Pfarrer Peter Frisch, der die Einsegnung des Quartierszentrums und des integrierten Sakralraumes, den die aus St. Josef übernommenen Kirchenfenster des Glaskünstlers Ludwig Schaffrath zieren, vornahm, unterstrich, man habe mit dem Quartierszentrum ein starkes, neues Stück Kirche geschaffen.

Architekt Josef Viethen stellte doppeldeutig mit Blick auf die vorbeiführende Straße fest: „Ja, hier ist was im Gang.“ Den symbolischen Schlüssel zum Quartierszentrum Bauchem, das in Passivbauweise mit Erdwärmepumpe und Photovoltaikanlage erstellt wurde, überreichte Viethen zunächst an den Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH, Hanno Frenken.

Dieser dankte allen Projektbeteiligten für ihre Energie, Kreativität und ihr ganz besonderes Engagement und reichte den Hausschlüssel sodann weiter an Petra May (Hauswirtschaftsleitung), Lucyna Steffek (Leitung ambulante Dienste/Tagespflege) und Melanie Hafers-Weinberg (Quartiersmanagerin).

Hartmut Murschall vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein Westfalen betonte, dass das Quartierszentrum Bauchem als eine von 85 Klimaschutzsiedlungen in NRW bereits heute den Baustandard der Zukunft erfülle.