Geilenkirchen hat einen Masterplan: Pläne für mehr Kita-Plätze im Geilenkirchener Ausschuss vorgestellt

Geilenkirchen hat einen Masterplan : Pläne für mehr Kita-Plätze im Geilenkirchener Ausschuss vorgestellt

Was den Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten im Bereich der Kindertageseinrichtungen angeht, hat die Stadt GeilenkirchenPlanungen, die man durchaus als Masterplan bezeichnen könne, wie Beigeordneter Herbert Brunen betonte, als er die Pläne im Jugendhilfeausschuss vorstellte.

Dazu zählen der Neubau der viergruppigen Kita an der Martin-Heyden-Straße zwischen Realschule und Tennisanlage sowie die Erweiterung der Kita Bauchem um zwei Gruppen vor allem für kleinere Kinder. Allerdings, so der Beigeordnete. sorge der überhitzte Baumarkt dafür, dass mit beiden Vorhaben erst im nächsten Jahr begonnen werden könne, so dass die früheste Nutzung erst zum Kindergartenjahr 2020/21 möglich sei.

Um zu erwartende Engpässe dennoch auszugleichen, schlägt die Verwaltung vor, schnellstmöglich zwei Kitagruppen in der städtischen Flüchtlingsunterkunft an der Straße An der Friedensburg einzurichten, die nach Fertigstellung der viergruppigen Kita in Hünshoven oder der an der Martin-Heyden-Straße von diesen beiden Einrichtungen übernommen werden könnten. Im Verlauf der Sitzung ergänzte Hermann-Josef Lehnen vom Jugend- und Sozialamt, dass man an der Friedensburg für dieses Vorhaben vier Wohnungen umbauen müsse. Die Heimaufsicht habe den Ort besichtigt und die Pläne befürwortet.

Auf Dauer ausgerichtet ist der Verwaltungsplan, in der ehemaligen Schule im Stadtteil Beeck eine zweigruppige Kita einzurichten. Mit den 40 neuen Plätzen, die in Beeck entstehen sollen, könne man auch den dringenden Bedarf aus dem Stadtteil Lindern auffangen, sagte Beigeordneter Herbert Brunen. Die alte Schule in Beeck wird derzeit von den Ortsvereinen genutzt, und das soll auch so bleiben. Ausdrücklich lobte der Beigeordnete das Entgegenkommen der Vereine. Man habe mit allen gesprochen und ideale Lösungen gefunden, auch wenn es für manche Vereine kleinere Platz-Einschränkungen gebe.

Ein Teil der Räumlichkeiten in Beeck sei hervorragend für eine Kita geeignet, auch die baulichen Veränderungen und die Herrichtung der Außenanlage seien nicht sehr aufwendig und würden so vom Land gefördert, dass für die Stadt nur ein zehnprozentiger Anteil bliebe. Der Bedarf an Kita-Plätzen zeuge vom massiven Zuzug junger Familien, sagte der Beigeordnete. Brunen: „Vor zehn Jahren glaubten wir noch, dass wir Einrichtungen schließen müssten“.

Verbunden mit den vorgestellten Kita-Plänen ist nach den Ausführungen der Verwaltung ein Bedarf von zwölf zusätzlichen Vollzeitstellen einschließlich einer Leitungsstelle. Dafür, so die Verwaltung auf Nachfrage aus dem Ausschuss, läuft die Bewerbungsfrist noch, etliche Bewerbungen seien bereits eingegangen.

Nach kurzer Diskussion folgte der Jugendhilfeausschuss einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, neben den bereits beschlossenen Maßnahmen auch die dauerhafte Einrichtung eines zweigruppigen Kindergartens in der alten Schule im Stadtteil Beeck sowie übergangsweise zwei neue Kindergartengruppen in der Flüchtlingsunterkunft an der Friedensburg auf den Weg zu bringen.

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