Vereine vor der Saison: Neues Leben beim FSV Geilenkirchen-Hünshoven

Vereine vor der Saison : Neues Leben beim FSV Geilenkirchen-Hünshoven

Beim FSV Geilenkirchen-Hünshoven schien alles zusammenzubrechen. Die erste Mannschaft musste den Abstieg aus der Kreisliga A hinnehmen, die zweite Mannschaft verabschiedete sich aus der Kreisliga B.

Beide Abstiege waren vermeidbar, deshalb war der Untergang der zweiten Mannschaften ausgerechnet am letzten Spieltag besonders schmerzhaft.

Lehre aus Niederlage

Aber Nachkarten möchte der FSV nicht. Er zieht stattdessen Lehren aus den Erfahrungen. Man setzt nun auf echte Kerle, baut auf Erfahrung und setzt Vertrauen in die Jugend.  Mit zwei Mannschaften, eine in der B-Liga und eine in der C-Liga, wagt der FSV den Neuanfang.  Arif Muaremov,  Alexander Schmik, Zouhir Moussaoui, Nico Nießen, Okan Akbaba Emir Sultan, Dennis Boos, Berat Dervishi, Nderim Feka, Philipp Heinrichs, Kai Jansen, Martin Heuter,  Güven Tuncer und Dennis Boos verließen das sinkende Vereinsschiff, ferner pausieren Kai Gärtner und Christopher Finken.

Zum Glück standen aber Dirk Over und Riccardo Marangi am Ruder. Ein Jugendkonzept wurde bereits vor Jahren aufgebaut, dieser Schachzug verhinderte den Schiffsbruch. Mit Kevin Römer von Germania Lich-Steinstraß  (spielte einst beim FSV, der Kontakt brach nie ab)  konnte ein Spielertrainer verpflichtet werden, der diesem Jugendkonzept mehr als positiv gegenübersteht. So konnte der starke Aderlass mit einem starken jugendlichen Block aus dem A-Juniorenbereich aufgefangen werden.  Kevin Römer sieht hier Zukunft und würde einen Blick in die Statistik sofort unterschreiben.

Ab der Saison 2010 spielte der FSV zwei Jahre B-Liga, dann zwei Aufstieg A-Liga für zwei Jahre, dann wieder zwei Jahre B-Liga und wieder Aufstieg für zwei Jahre, nunmehr geht es ins erste Jahr B-Liga nach dem erneuten Abstieg. Und man setzt sich schon ein Ziel beim FSV eine neue Einheit zu formen, in zwei bis drei Jahren soll wieder zu höheren Zielen geschielt werden.

Vorbereitung läuft gut

Reaktiviert wurden Christopher Touch und Jan-Luca Stefelmanns, Markus Abimbola kam von der SG Würm-Lindern II,  Miralem Kahric kam vom FSV Kraudorf-Uetterath. Die bisherigen Vorbereitungsspiele wie auch im Pokalwettbewerb machen dem Coach und seinem Team Mut, der jugendliche Elan könnte die Liga rocken.

Wobei Römer und Marangi den Ball flach halten. Sie wissen wie schwer es ist, schnell  eine Einheit zu finden.  Der Altersdurchschnitt liegt bei rund 21 Jahren, beim FSV liegt die Zukunft. „Wir sind sehr positiv überrascht, alle ziehen voll mit“, sehen Marangi und Römer ausgezeichnete Ansätze. „Wir werden kontinuierlich mit den Jungen arbeiten. Sie dürfen auch Fehler machen, wir setzten die Mannschaft nicht unter Druck“, ist das Trainerteam sich einig.

Und das Jugendkonzept reift weiter, in den nächsten Jahren reifen weitere Talente heran. „Wir sind in der Jugend mit A-/B- und C-Junioren bestens aufgestellt. In den nächsten Jahren rückt der Nachwuchs jährlich  nach“, sieht man  trotz der beiden Abstiege eine neue Ära beim FSV anbrechen. 

(agsb)
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