Geilenkirchen: Neue Caritas-Station in Geilenkirchen eröffnet

Geilenkirchen: Neue Caritas-Station in Geilenkirchen eröffnet

„Dezentralisierung ergibt auch schon mal Sinn, denn die Nähe zu einzelnen Diensten ist für die Bürger wichtig”, sagte der Geschäftsführer des Caritas-Verbandes Region Heinsberg, Gottfried Küppers bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten in Geilenkirchen.

Neben Heinsberg und Hückelhoven verfüge die Stadt an der Wurm jetzt auch über die Caritas-Dienste Gemeindesozialarbeit und Jugendhilfe.

Zwar hätte es in einem Raum bei der Erziehungsberatungsstelle schon eine Anlaufstelle gegeben, jedoch sei aufgrund der beengten Verhältnisse die Notwendigkeit einer Verlagerung zwingend angeraten gewesen.

Bei der offiziellen Übergabe der seit einigen Monaten bereits bezogenen Räume in der ersten Etage des Hauses Konrad-Adenauer-Straße 196 konnte Gottfried Küppers neben Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst auch Vertreter verschiedener Organisationen und Kooperationspartner begrüßen.

Der Caritas-Geschäftsführer betonte, dass die Nähe zum Jugendamt der Stadt von besonderer Bedeutung bei der Auswahl des Standortes gewesen sei. Küppers: „Die Weg sind kurz, wir müssen vor Ort sein”. Karl-Ernst Dahmen, Abteilungsleiter beim Caritasverband ging kurz auf die Geschichte der Organisation in der Stadt ein: „Nachdem wir in den zurückliegenden Jahren eine Odyssee durch Geilenkirchen gemacht haben, sind wir jetzt im Zentrum angekommen.”

Die Caritas biete hier ihre Dienstleistungen für die Kommunen Gangelt, Geilenkirchen, Selfkant und Übach-Palenberg an. Dahmen hob die Bedeutung von Familien hervor, die in Krisenzeiten stark wachse. Die sich verändernden Zeiten würden aber auch abweichendes Verhalten von Jugendlichen und Kindern und neue Phänomene mit sich bringen.

Hier hob Dahmen besonders das stundenlange Beschäftigen der jungen Generation mit PC-Spielen, TV und anderen Medien hervor. „Wir wollen Kindern in unterschiedlichen Lebensformen mit unseren Angeboten gerecht werden”, ging Karl-Ernst Dahmen auf Hilfestellungen ein.

Die Caritas wolle da sein, wenn Hilfe benötigt werde. Der Abteilungsleiter sah in den neuen Caritas-Räumen einen „Ort der Begegnung”. Monika Klüppel, Leiterin der Jugendhilfe der Caritas ging auf das „komplexe und vielfältige” Angebot ein, dass die Caritas biete.

Das seien die Familienpatenschaften, soziale Gruppenarbeit, Familienpflege bei Erkrankung der Mutter, sozialpädagogische Familienhilfe und sozialpädagogisch betreutes Wohnen. „Neben unserer im gleichen Haus befindlichen Pflegestation hat der Caritasverband jetzt einen fest etablierten Standort mitten im Zentrum der Stadt Geilenkirchen”, ergriff Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels-Schell das Wort.

Sie hob die Nähe zu allen verbandsinternen Einrichtungen und Kooperationspartnern hervor. Die Gemeindesozialarbeit greife die Entwicklung der Kirche und Gesellschaft auf und nehme die Mitverantwortung der Kirche und Gesellschaft für die Gestaltung des Lebensraumes der Menschen wahr.

„Die Arbeit orientiert sich an der Betroffenheit und den Bedürfnissen der Menschen. Das Selbsthilfepotential der Menschen wird gefördert. Die Problemlösungsansätze werden im Lebensraum der Betroffenen gesucht. Die Kooperation und Vernetzung von Menschen, Gruppen und Institutionen wird vorangetrieben”, erklärte Nicole Abels-Schell.

Bevor es bei der Eröffnungsfeier zum gemütlichen Teil überging, erbat Regionaldekan und Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Region Heinsberg, Winfried Müller den Segen Gottes für die neuen Räumlichkeiten. „Caritas ist Wesensausdruck der Kirche. Caritasarbeit ist so auch Gottes Dienst am Menschen”, sagte der Geistliche.