Geilenkirchen-Kraudorf: Nach zehn Monaten Bauzeit: Friedhofshalle in Kraudorf eingeweiht

Geilenkirchen-Kraudorf: Nach zehn Monaten Bauzeit: Friedhofshalle in Kraudorf eingeweiht

„Gott lehrt uns zu begreifen, dass wir auf Erden keine ewige Stätte haben”, sagte Pfarrer Norbert Kaluza anlässlich der Einweihung und Segnung der neuen Friedhofshalle in Kraudorf.

Nach zehn Monaten Bauzeit, von der Rodung des Hanges im August 2010 bis zum „Spatenstich” im Oktober 2010 und dem Richtfest im März 2011 konnte das Werk vor wenigen Tagen vollendet und die Aussegnungshalle nun ihrer Bestimmung übergeben werden.

Die Bürger der Pfarre Kraudorf haben die Friedhofshalle größtenteils in Eigenleistung errichtet. Dies war dank einer Zuwendung der Stadt Geilenkirchen und der Hilfe des städtischen Bauhofes ermöglicht worden. An dem erfreulichen Tag für die Pfarre Kraudorf hatten sich über 100 Bürger der 360-Katholiken-Gemeinde sowie als Vertreter der Stadt der 1. Beigeordnete Hans Hausmann versammelt, um der offiziellen Inbetriebnahme beizuwohnen.

Die St.-Antonius-Schützenbruderschaft und Fackelträger der Löscheinheit Nirm sowie die Messdiener flankierten die Szenerie. „Man kann diesen Ort nicht mit dem alten vergleichen, diese Friedhofshalle ist wunderschön geworden”, lobte Norbert Kaluza die gelungene Architektur. „Dies ist eine Stätte des Abschiedes für unsere Verstorbenen”, sagte der Pfarrer und rief zum gemeinsamen Gebet vor der Bestimmungsübergabe auf.

Nach der Segnung der Friedhofshalle und des Kolumbariums ergriff die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marlies Straten, das Wort. Vor wenigen Wochen sei das 60-jährige Jubiläum der Weihe der Pfarrkirche nach dem zweiten Weltkries gefeiert worden. Auch damals hätten es Pfarrmitglieder geschafft, die Kirche wieder aufzubauen. „In den vergangenen Monaten haben wir es wieder geschafft, ein Gebäude in Eigenleistung zu erbauen, und dass in einer Zeit, die geprägt ist von Skandalen, Kirchenaustritten und mehr”, sagte Straten.

Dank gelte den Planern ebenso wie den vielen ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrer Hände Arbeit dieses Projekt ermöglicht haben. Marlies Straten: „Auch zukünftig wird es nur durch Mithilfe von Menschen, die bereit sind ehrenamtlich ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, möglich sein, unsere Gemeinde weiterhin lebendig zu erhalten.”

Ortsvorsteher Uwe Jöris und stellvertretender Kirchenvorstand Günther Heinrichs richteten ebenfalls ein paar Worte an die Zuhörer bevor der stellvertretende Bürgermeister Leonhard Kuhn die Glückwünsche von Rat und Verwaltung der Stadt Geilenkirchen für die gelungene Eigenleistung überbrachte.

Kuhn: „Die Aussegnungshalle fügt sich in unmittelbarer Nähe zur Kirche harmonisch in das Gefüge ein und zeigt wie nah Leben und Tod beieinander liegen.” Nach den Einweihungsfeierlichkeiten durfte noch gesellig gefeiert werden und das auf Kosten des Pfarrgemeinderates.