Übach-Palenberg: Mit „Lindenschule” in den Ganzschultag

Übach-Palenberg: Mit „Lindenschule” in den Ganzschultag

Eine Tagesordnung ohne größere Streitpunkte und eine knappe sachliche Behandlung der Punkte. Das führte dazu, dass die Sitzung des Übach-Palenberger Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag zumindest im öffentlichen Teil in rekordverdächtiger Zeit über die Bühne ging.

Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Rat, Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch als Vertreter der Stadt in den Aufsichtsrat der „WestEnergie und Verkehr GmbH” zu entsenden. Dieses Amt wechselt alle zweieinhalb Jahre zwischen den Städten Geilenkirchen und Übach-Palenberg.

Da es für die Entsendung eines Stadtvertreters in den Beirat der „WestEnergie” von der CDU und der SPD Vorschläge gibt, über die vermutlich in geheimer Abstimmung entschieden wird, ersparte sich auf Vorschlag von Heiner Weißborn (SPD) der Ausschuss die Prozedur und verschob die Wahl auf die Ratssitzung.

Mahnende Worte

Mahnende Worte fand Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch vor der Benennung von städtischen Vertretern für den Vorstand des Vereins zur Pflege internationaler Städtepartnerschaft. Der Präsenz der benannten Kommunalpolitiker sei in der Vergangenheit unbefriedigend gewesen, sagte der Ratsvorsitzende, bevor die Fraktionen ihre Kandidaten für das Gremium benannten.

Einstimmig begrüßte der Ausschuss die neue Benennung der Gemeinschaftsgrundschule Boscheln, die künftig „Lindenschule - Gemeinschaftsgrundschule mit Offenem Ganztagsbetrieb” heißen soll. An der Namensfindung hatten Eltern, Schüler und Lehrer sowie drei Studentinnen der Fachhochschule für Kommunikationsdesign Aachen mitgewirkt.

Zur Beratung in die jeweiligen Fachausschüsse verwiesen wurden zwei Anregungen des FDP-Stadtverbandes und eine des CDU-Ortsverbandes Übach. Bei den FDP-Anregungen ging es um die Einrichtung einer 30-km/h-Zone oder anderer den Verkehr verlangsamende Maßnahmen auf dem Straßenstück zwischen Talstraße und Friedrich-Ebert-Straße, da hier Passanten und vor allem Kinder gefährdet seien, sowie um den Angelverein Übach-Palenberg, der ein geeignetes Vereinsgewässer sucht, nachdem der Pachtvertrag für den Weiher an Schloss Rimburg nach 40 Jahren gekündigt worden war. Der FDP und den Anglern konnte Bürgermeister Jungnitsch Hoffnung machen.

Zur Kündigung sei es gekommen, weil oft lautstarke Feten von Jugendlichen dort stattgefunden hätten. Die Besitzerin von Schloss Rimburg sei wahrscheinlich bereit den Pachtvertrag zu erneuern, falls solche lärmenden Feiern vermieden werden könnten.

Wohnmobil-Plätze

Der CDU-Ortsverband Übach hatte vorgeschlagen, an der Stadionstraße in der Nähe des Ü-Bades sowie auf dem in Richtung Marienberg gelegenen Parkplatz am Bahnhof jeweils drei gebührenfreie Stellplätze für Wohnmobile auszuweisen. Begründet hatte man das unter anderem damit, dass Wohnmobilisten auch den örtlichen Einzelhandel beleben könnten.

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