Geilenkirchen: Mit dem Hochschulkompass ins passende Fach

Geilenkirchen: Mit dem Hochschulkompass ins passende Fach

„Ich bin sehr froh, dass Sie gekommen sind”, sagte Peter Piolot, Studienberater der Zentralen Studienberatung der Universität zu Köln, „denn dann kann ich Ihnen in die nächsten Schritte reinhelfen.” Und dieser Plan wurde auch zum Programm der Beratungsgespräche am St.-Ursula-Gymnasium.

Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 bis 13 hatten sich eingetragen, um an den fünf nach Fachbereichen gegliederten Gesprächen teilzunehmen. Anders war jedoch, dass höchstens sechs Schüler im Raum waren. Die kleinen Gruppen ermöglichten es den meist vorinformierten Schülerinnen und Schülern, ihre Fragen ohne den Druck der Masse zu stellen. So war die Frage nach dem „numerus clausus”, also der notenbedingten Zulassungsbeschränkung bei Studiengängen, eine der häufigsten Fragen. Konkretes Beantworten dieser und damit verbundener Fragen war vor allem deshalb möglich, weil von Seiten der Schüler direktes Interesse bestand und jede Information gesammelt wurde.

Über die Tatsache, dass Studienberater Peter Piolot für einen Tag ans St.-Ursula-Gymnasium kommt, ist Robert Jansen, der organisierende Lehrer, froh. Auffällig ist die große Zahl an Abiturienten, die jedes Jahr von dieser Schule zur Uni Köln gehen. Neben der Frage, ob man es überhaupt bis ins gewünschte Studium schaffen könnte, war auch die Frage nach dem Studium selbst immer wieder präsent. Denn häufig, das merkten an diesem Tag Schüler wie Studienberater, besteht oft eine völlig falsche Vorstellung. So stellte Peter Piolot heraus, dass Soziologiestudium keinesfalls zwangsläufig etwas mit einem „Sozialen Beruf” zu tun hat - und brachte damit manchen von diesen Plänen ab, andere wiederum sahen sich bestätigt. „Da kann man sinnig und unsinnig wählen, wie immer im Leben”, warnte er mehrmals, als es um Fächerkombination und Spezialisierung des Wunschfachs ging.

Um dem und dem Aufbauen unrealistischer Vorstellungen gegenzuwirken, versuchte er die Anwesenden auf den „Weg zur Information” zu bringen: Unmittelbar auf die Fragen bezogen klickte er sich am bereitstehenden Computer durchs Internet, um den jungen Leuten zu zeigen, wo sie in Zukunft suchen müssen, um sich über ihren Studiengang zu informieren. Unerlässlich war dann meistens der „Hochschulkompass”, mit dem man ein geeignetes Fach sowie eine geeignete Uni finden kann.

Ob nun die Lehramts-Interessierten, die Naturwissenschaftler, Mathematiker und Mediziner oder diejenigen, die sich für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Jura oder das weite Feld der Geistes- und Kulturwissenschaften interessieren: Alle nutzten die Chance, Fragen zu stellen und Unklarheiten auszumerzen. Die einen können sich nun noch einmal anstrengen, um ihren „nc” zu erreichen, die anderen wissen, was sie noch wissen sollten, bevor sie mit der Schule fertig sind und ins Studium starten.