Leerstände Thema im Geilenkirchener Ausschuss

Schaufensterkonzepte : Grüne hoffen auf kreative Ideen für leere Ladenlokale

Die Geilenkirchener Grünen fordern die Entwicklung von kreativen Schaufensterkonzepten. Mit einem entsprechenden Antrag beschäftigt sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 9. Mai, 18 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Viele Städte hätten mit Leerständen zu kämpfen, Geilenkirchen bilde da keine Ausnahme, heißt es in der Begründung des Antrages. Insgesamt habe sich die Anzahl der leer stehenden Ladenlokale in der Geilenkirchener Innenstadt in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verändert. „Aber insbesondere die ungepflegten und teilweise verwahrlosten Schaufensteranlagen der bestehenden Leerstände treten äußerst negativ in Erscheinung und belasten das Geilenkirchener Stadtbild sehr“, moniert Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden. Deshalb regen die Grünen in ihrem Antrag an, eine „fraktionsübergreifende Initiative“ zu starten, um diesem untragbaren Zustand entgegenzuwirken.

Leerstände kaschieren

Durch die Entwicklung von kreativen Schaufensterkonzepten könne vermieden werden, dass ein negatives Geschäftsklima für die noch ansässigen Geschäftsleute entstehe. Eine Neuvermietung leer stehender Ladenlokale könne so gefördert werden. Die Grünen sehen eine Chance, „Leerstände zu kaschieren und die Schaufensteranlagen sinnvoll zu nutzen, um den Wert der Immobilie zu erhalten“.

Verwahrloste Schaufensteranlagen treten nach Ansicht der Grünen negativ in Erscheinung und belasten das Stadtbild. Foto: ZVA/Udo Stüßer

Vorstellbar sei, dass Schaufenster leer stehender Ladenlokale zum Ausstellungsort für Kunst oder auch für die Stadtgeschichte werden. Nach Ansicht der Grünen können so vielfältige Präsentationsmöglichkeiten in der Stadt mit ständig wechselnden Themen entstehen. „Durch Deko-Elemente oder Lichtlösungen können heute noch abschreckende Schaufensteranlagen in Zukunft sehr spannende, attraktive, begehrte und damit kostenneutrale Ausstellungsflächen werden“, meint Benden.

Ihm ist aber auch klar: „Dies alles geht natürlich nur mit Zustimmung und Kooperation der jeweiligen Eigentümer.“ Deshalb sei eine fraktionsübergreifende Initiative unter Leitung der Geilenkirchener Wirtschaftsförderung und gemeinsam mit Vertretern des Aktionskreises erstrebenswert.

(st)
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