Geilenkirchen: Kuhmist bringt zusätzlich Kirmesglück

Geilenkirchen: Kuhmist bringt zusätzlich Kirmesglück

Zum Kirmesauftakt am Freitagabend erlebte Lindern schon einen farbenprächtigen Festzug. Dazu wurden die Gastbruderschaft Broich sowie die Blaskapelle aus Brachelen begrüßt.

Angeführt vom Trommler- und Pfeiferkorps Lindern zogen die Johannes-Schützen nach der Messfeier zur Auftaktparty ins Festzelt im Schatten der Kirche ein. Mit „We love Music“ wurde dort stimmungsvoll die Kirmes eröffnet. Der Samstag sah dann den großen Zapfenstreich als ersten Höhepunkt. Hier pflegt die Schützenbruderschaft Tradition; diese Zeremonie zieht stets das Interesse der Dorfbevölkerung auf sich.

Der Zapfenstreich musste jedoch ins Festzelt verlegt werden. Der Regen ließ keine andere Möglichkeit zu. So spielten die Blas­kapelle Brachelen und das Trommler- und Pfeiferkorps zum Zapfenstreich unterm Dach im Trockenen auf. Am Abend standen die Majestäten der Bruderschaft mit Königspaar Richard Coenen und Manuela Schmitz, Prinzessin Jolien Tetz sowie Schülerprinz Raphael Breuer im Mittelpunkt.

An Tradition gebunden

Mit dem Königsball wurde ein weiterer Glanzpunkt der Kirmes gesetzt. Bezirksbundesmeister Josef Kouchen wurde als Ehrengast begrüßt, und er hatte Überraschungen mitgebracht. Drei Kameraden der St.-Johannes-Schützen standen im Mittelpunkt und wurden für ihre Verdienste in der Brauchtumspflege ausgezeichnet. Das Silberne Verdienstkreuz im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften erhielten unter großem Applaus Brudermeister Hans Gisbertz, ferner Erich Frömberg sowie Heinz-Jürgen Schmitz.

Am Sonntagmorgen wurde weiterhin Brauchtumspflege betrieben, denn die Spielmannsleute „weckten“ den Ort. Tradition auch die Feldandacht auf dem Friedhof mit Gefallenenehrung. Am Nachmittag präsentierte sich die Maar­straße nicht nur im festlichen Glanz. Linderns „Königsallee“ für die Kirmestage lud regelrecht zum Feiern ein. Beim Schmücken hatten alle helfend Hand angelegt. Der Festzug lockte die Linderner und Besucher auf die Straße, die Parade an der Linderner Bahn wurde zum großen Treffpunkt.

Die anschließende Kuhlotterie war ein Renner, wobei der Kuhmist sich lohnend auszahlte und neues Kirmesglück brachte. Am Montag marschierte Lindern vom Bahnhofsvorplatz aus auf Klompen Richtung Festzelt, denn dort ging beim Klompeball noch mal die Linderner Post ab.

(agsb)