Geilenkirchen: Kühe aus Kunststoff fliegen bei der Show in das Publikum

Geilenkirchen: Kühe aus Kunststoff fliegen bei der Show in das Publikum

Rund 300 Besucher erlebten in der Terry-Fox-Halle der Selfkantkaserne in Niederheid eine grandiose fünfstündige Non-Stop-Party, deren Erlös der Kinderkrebshilfe zugute kommt.

Unterstützt von der Heimgesellschaft und dem Kommandeur des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw), Brigadegeneral Jürgen Beyer, sowie angeführt von den auch als Moderatoren fungierenden Heinz Hussels und Ralf Sawitzki gab der elfköpfige „Freundeskreis Selfkantkaserne” mit „Jeck für nen guten Zweck” eine Woche vor Beginn der Karnevalszeit seinen stimmungsvollen Einstand.

Um der Veranstaltung zum Erfolg zu verhelfen, hatte der „Elferrat” namhafte Künstler aus ganz Deutschland aufgeboten. „Wir wollen etwas für soziale Zwecke tun, und da liegen uns die Kinder besonders am Herzen”, nannte Heinz Hussels den Beweggrund für den Event. Der Dank galt eingangs den Künstlern, die ihre Gagen aufgrund des Benefiz-Charakters extra niedrig gehalten hatten, „fast zum Selbstkostenpreis”, lobte Heinz Hussels.

Direkt nach der Begrüßung ging es kraftvoll los. Die von Biggi Müllstroh und Marion Schlösser trainierten zehn Mädels der Gardetanzgruppe „Young Generation” aus der Süggerather „Spätlese” hatten ihre Choreografie auf den Rihanna-Hit „Only Girl” abgestimmt. Nach ihrem tollen Auftritt kamen sie um eine Zugabe nicht herum. Genauso erging es der Showtanzgruppe „Süggerather Angels” unter Leitung von Martina Peetz, die nach ihrer rhythmischen Darbietung gleich eine Fortsetzung präsentierten.

„Sie ist durch Funk und Fernsehen bekannt und kommt aus einer der Hochburgen des Karnevals - aus Neuss”, kündigte Heinz Hussels „Ne Kistedüvel” an. Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich „Pfundsweib” Thilly Meesters, die in längstgestreiftem rot-weißem Outfit das Thema „Schönheit” aufs Korn nahm.

„Er ist bekannt für seine Komik und beste Slapstick, das wird ein Attentat auf Ihr Zwerchfell”, kündigte Ralf Sawitzki den Berliner Sammy Tavalis an. Dessen abwechslungsreiche Show inklusive Travestie-Darbietung brachte das Publikum richtig aus dem Häuschen.

Dabei schlüpfte er in seine bekannte Kinderrolle „Kinder können anstrengend sein” und präsentierte sich als musikalisches Genie, wobei er Gitarre und Blasin­strument gleichzeitig beherrschte. Auch Josch Modolo, Mitglied des veranstaltenden Freundeskreises blieb vor den „Angriffen” von Sammy Tavalis nicht verschont. Modolo musste einen „Schminkkurs” über sich ergehen lassen und durfte dann als Frau verkleidet auf skurrile Art mitsingen.

Der „Singende Gastwirt”

Klaus Böhmer trat als Feuerwehrmann Kresse vor die stimmungsgeladene Gesellschaft und doch hätte man bei seinen Vorträgen eine Stecknadel fallen hören können. Aber jeweils nach der Pointe blieb kein Auge trocken.

Jongleur und Einradfahrer Phi­lipp Dammer begeisterte die Zuschauer mit seinen brennenden Keulen und tollen Kunststücken, während der in unseren Regionen allseits bekannte „Singende Gastwirt” Helmut Schröders noch einmal ordentlich Gas gab.

Gäste prima in Laune

Beim Stimmungsduo „Scheunenrocker” hielt es die Menschen nicht mehr auf ihren Plätzen. Und wieder warfen die beiden singenden Komiker nach bewährter Art mehrere, etwa 20 Zentimeter große Kunststoffkühe in das Publikum.

Mit „Solala” hatten die Veranstalter eine bewährte Mundartgruppe nach Niederheid geholt. Und als zum krönenden Abschluss das Fanfarenkorps Weisweiler mit klangvollem Sound die Bühne betrat, war noch immer nicht an ein Ende der Veranstaltung zu denken. Das Publikum ließ sich mitreißen und bedankte sich mit stehenden Ovationen.

„Die Leute haben sich erst gar nicht mehr hingesetzt”, erzählt Heinz Hussels anschließend. Der Kassensturz wird nun in Kürze zeigen, wie viel Geld für die Kinderkrebshilfe übrig bleibt.