Eine Gefahrenquelle für Menschen mit Behinderung: Kreuzung vor evangelischer Kirche ist jetzt barrierefrei

Eine Gefahrenquelle für Menschen mit Behinderung : Kreuzung vor evangelischer Kirche ist jetzt barrierefrei

Der Behindertenbeauftragte der Stadt Geilenkirchen, Heinz Pütz, hatte sich an den Landesbetrieb Straßen.NRW gewandt, um auf eine Gefahrenquelle im Kreuzungsbereich Nikolaus-Becker-Straße/Konrad-Adenauer-Straße hinzuweisen. Die gefahrlose Überquerung der Straßen sei für sehbehinderte Menschen nicht gegeben, hatte Pütz, der selber blind ist, festgestellt.

Vor einigen Jahren sei ihm schon einmal der Stock an dieser Kreuzung entzwei gefahren worden, und in den vergangenen Jahren habe er sich nicht getraut, alleine diese Kreuzung zu überqueren. Ähnliche Probleme dürften auch andere Menschen mit einer Sehbehinderung haben.

Joachim Bauschke von Straßen.NRW hatte sich des Problems angenommen und Abhilfe geschaffen. Rund um die Straßenkreuzung sind nun insgesamt zehn Kästen angebracht, die dem sehbehinderten Passanten die gefahrlose Überquerung der einzelnen Straßenabschnitte ermöglichen.

Heinz Pütz freute sich, dass nun die Ampelanlage barrierefrei gestaltet wurde. „Das Problem wurde vorbildlich gelöst“, stellte Pütz fest. Er selber hatte noch eine Erläuterung in Brailleschrift auf den Kästen angebracht. Die zehn, gelben Kästen kosten den Gegenwert eines Kleinwagens und werden, da eine Landesstraße betroffen ist, vom Landesbetrieb Straßen.NRW finanziert. Sie geben ein permanentes Klicker-Geräusch ab, das den Sehbehinderten zur Ampel hinführt. Das Geräusch passt sich in der Lautstärke dem Verkehrslärm an. Die Grünphase wird durch einen speziellen Takt angezeigt. Zwischen 22 und 6 Uhr ist das Ampelsignal ausgeschaltet. Die zunächst vorgebrachten Bedenken einer Anwohnerin gegen den Geräuschpegel habe er, so Heinz Pütz, in einem persönlichen Gespräch mit dem Hinweis, sich doch einmal in die Situation eines behinderten Menschen hinein zu denken, ausräumen können.

(defi)