Geilenkirchen-Hatterath: Kreisstraße 3: Bleibt nur noch die Klage?

Geilenkirchen-Hatterath: Kreisstraße 3: Bleibt nur noch die Klage?

Zum dritten Mal nach der Kommunalwahl hat die SPD-Stadtverordnete für den Wahlkreis Hatterath-Gillrath, Gabi Kals-Deußen, über aktuelle, größtenteils ortsbezogene Themen informiert.

Dabei stellte sie den rund 40 Zuhörern im alten Feuerwehrhaus in Hatterath den im Internet auf der städtischen Web-Seite zu findenden neuen Mängelmeldungs-Bogen vor. Hier können Bürger ihre Beschwerden über Mängel, wie beispielsweise Straßenschäden oder defekte Spielgeräte auf Spielplätzen auflisten. Gabi Kals-Deußen berichtete außerdem über das geplante Bürger-Service-Center im Rathaus, wo die Menschen dann alle Informationen über städtische Angelegenheiten aus einer Hand bekommen können.

Kurz stellte sie die neue, am gleichen Tag eingeweihte Mensa sowie die Planungen für die Turnhalle in Gillrath vor. Kals-Deußen wies darauf hin, dass die SPD einen Antrag auf Befestigung eines Wirtschaftsweges gestellt habe, um es danach den Bürgern zu ermöglichen, einen kompletten Rundgang um Hatterath zu unternehmen.

Beim Thema „Neues Einkaufszentrum Alter Extra” verwies Gabi Kals-Deußen auf den aktuell ihr bekannten Stand. Demnach stehe Kaufland als Ankermieter fest, zudem zeigten der DM-Drogeriemarkt, Pro-Markt und Deichmann Interesse an Geilenkirchen.

Für das von der Interessengemeinschaft Hatterath erworbene ehemalige Feuerwehrhaus sei im ersten Schritt eine Ertüchtigung geplant, vermeldete Planer Wolfgang Beckers. Derzeit stünden 80 Quadratmeter für Veranstaltungen und Vereine zur Verfügung. In einem weiteren Schritt sei später ein Anbau geplant.

Naturgemäß nahm das Thema „Kreisstraße 3” den größten Raum bei dem Infoabend ein. Hier entwickelten sich einige Diskussionen und wurden Fragen aufgeworfen. „Vor Monaten ist wieder Bewegung in die K 3 gekommen, indem der Hatterather Graben wieder in die Waagschale geworfen wurde”, eröffnete Gabi Kals-Deußen den Schlagabtausch.

Zwischenzeitlich habe es auch Gespräche zwischen Vertretern der Bürgerinitiative und dem Bürgermeister gegeben. „Wir sprechen uns klar gegen den Graben aus”, sagte Kals-Deußen und reichte das Wort an Matthias Schwarz von der BI Gillrath-Hatterath. Schwarz war zu Ohren gekommen, dass der Kreis Heinsberg weiterhin an der Variante „0-plus” mit kleiner Ortsumgehung von Birgden und zusätzlichen drei Kreisverkehren zwischen Gillrath und Birgden festhalte.

Nach derzeitigem, nicht offiziellen Informationsstand könnten die Planungen zwischen Juni und August abgeschlossen sein und würden in der zweiten Jahreshälfte der Öffentlichkeit vorgestellt. Dann habe der Bürger immer noch die Möglichkeit, kleinere Änderungen herbeizuführen, allerdings könne er nicht mehr die Variante beeinflussen. Dies sei dann nur noch auf dem Klageweg möglich. SPD-Fraktionsvorsitzender Horst-Eberhard Hoffmann versicherte den Anwesenden: „Wir bleiben bei der Variante Ost der K 3”. Auch das Bündnis stehe hinter dieser Variante.

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