Übach-Palenberg/Geilenkirchen: Kolpingfamilie: Jungen Menschen hilfreich zur Seite stehen

Übach-Palenberg/Geilenkirchen: Kolpingfamilie: Jungen Menschen hilfreich zur Seite stehen

„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagte ein freudestrahlender Helmut Landscheidt bei der Gedenkveranstaltung der Kolpingfamilie im Seniorenzentrum am Palenberger Bahnhof. Die Kolpingfamilie Geilenkirchen/Übach feierte damit ihren Gründer Adolf Kolping, der vor 200 Jahren geboren wurde.

Im Beisein der beiden Bürgermeister Thomas Fiedler (Geilenkirchen) und Wolfgang Jungnitsch (Übach-Palenberg) erinnerte Landscheit vor den rund 50 Anwesenden an Kolping. So lebte der in Kerpen geborene Theologe bis zu seinem Tode 1865 in Köln, war erst Schustergeselle, später Kaplan in Elberfeld. Dort erlebte er das Elend der Arbeiterschaft und der jungen Menschen, denen er zu helfen versuchte mit einem Gesellenverein, aus denen sich die heutigen Kolpingfamilien entwickelten.

Matthias Scharten als Vertreter des Kolping-Bildungswerkes ergänzte den historischen Rückblick um die heutige Bedeutung des Namens Kolping in Bildung und Hilfseinrichtungen. So gibt es nicht nur die mehr als 260.000 Mitglieder in 2600 Kolpingfamilien deutschlandweit, sondern auch das Kolping-Bildungswerk mit aktuell 65.000 jungen Menschen in der Aus- und Weiterbildung.

Das Eintreten für einen gerechten Mindestlohn, gleiche Schul- und Bildungschancen und ein sonntägliches Arbeitsverbot gehört heute noch zu den Forderungen dazu. Die Mitglieder engagieren sich hauptsächlich in der sozialen und handwerklichen Selbstverwaltung sowie als Richter in Sozial- und Arbeitsgerichten, wie Landscheidt abschließend feststellte.

(mabie)
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