Königsvogelschießen der St. Blasius Schützenbruderschaft Gillrath

Brauchtum : Beim 315. Schuß machte es „bumm“

Das Königsvogelschießen der St. Blasius Schützenbruderschaft Gillrath von 1806 wurde am Sonntagabend durch ein glorreiches Finale gekrönt. Am Nachmittag begann das Schützentreiben im Schatten der Pfarrkirche.

Der Besuch war prächtig - die Stimmung ähnelte der eines kleinen Volksfestes.

Als das Königsvogelschießen startete, hatte der Vorstand gehofft, spätestens um 19 Uhr einen neuen Schützenkönig zu haben. Aber da hing der Holzvogel noch recht sicher in seinem Kasten und ließ Gillrath noch weiteren 90 Minuten mit vor Spannung zittern.

Camille Bönnen hatte die Königswürde zwar fest im Visier, die Rechnung jedoch zunächst ohne den zähen Holzvogel gemacht. Dieser schien nach 20 Uhr bei jedem Schuss zu fallen, bliebt aber merkwürdiger Weise irgendwie doch auf der Stange sitzen.

Aber schließlich machte es um 20.30 Uhr dann doch „bumm“ und ein Jubelschrei hallte durch das Gelände. Camille Bönnen hatte mit dem lezten Schuss dem Vogel den Garaus gemacht und rannte spontan zu Gattin Claudia – spontan wurden Freudentränen vergossen.

Gillrath feierte das neue Königspaar kräftig. Die Gratulationscour wollte nicht enden. Auch die Eltern des neuen Schützenkönigs gratulierten strahlend.

(agsb)
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