Geilenkirchen: Kita-Plätze: „Wir haben eine optimale Versorgung in der Stadt“

Geilenkirchen: Kita-Plätze: „Wir haben eine optimale Versorgung in der Stadt“

„Alle Kinder sind versorgt“, versichert Hermann-Josef Lehnen, stellvertretender Leiter des Geilenkirchener Jugend- und Sozialamtes, mit Blick auf die Versorgungsquote im Kindergartenjahr 2014/2015.

Demnach gibt es 1256 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren in der Stadt. 785 sind bereits in einer Kindertagesstätte versorgt. Damit liegt die Versorgungsquote bei 62,5 Prozent. 471 Kinder haben keinen Kita-Platz. Was aber nicht bedeutet, dass deren Eltern einen Kita-Platz wünschen. Denn unter den 1256 Kindern in der Stadt bis sechs Jahre sind 67 unter einem Jahr, 220 ein bis zwei Jahre alt und 233 Mädchen und Jungen zwei bis drei Jahre alt. Wirklich auf der Warteliste stehen derzeit 131 Kinder.

In den 42 Kita-Gruppen in der Stadt Geilenkirchen gibt es zum 1. August 832 Plätze. 803 Anmeldungen liegen dem Jugendamt für den 1. August vor, so dass es noch 29 freie Kita-Plätze gibt. Dazu gibt es noch 95 freie Tagespflege-Plätze. Denn über die 77 derzeit bestehenden Tagespflegeplätze werden zum 1. August 18 weitere Plätze eingerichtet.

Sieben Kinder noch nicht versorgt

Zieht man nun die 29 freien Kita-Plätze und 95 freien Tagespflegeplätze von den 131 auf der Warteliste stehenden Kinder ab, so sind nach derzeitigem Stand sieben Kinder nicht versorgt. Diese sieben Kinder können, so Lehnen, in einigen der 42-Kita-Gruppen zusätzlich aufgenommen werden. Das allerdings könnte dazu führen, dass diese Eltern den Kita-Platz nicht im eigenen Ort bekommen. „Wir haben eine optimale Versorgung in der Stadt, eine optimale Versorgung vor Ort kann man nie haben“, sagt Lehnen. Denn: „Wenn man eine optimale Versorgung vor Ort sicherstellen wollte, müsste man Überkapazitäten schaffen, die an anderer Stelle zu Leerständen führen würden. Diese Träger wären dann finanziell gefährdet“, so Lehnen.

Bereits in den vergangenen Jahren habe man alle Kinder versorgen können, die Träger seien ausgelastet und hätten Finanzsicherheit. Nicht ohne Stolz verweist Lehnen dabei auf die U3-Betreuung in der Stadt. „Das Land empfiehlt 35 Prozent, wir liegen derzeit bei 58 Prozent“, sagt er.

(st)