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Karnevalsempfang der Stadt Übach-Palenberg

Empfang im Schloss : Jecke bringen das Lachen in die Stadt

Der große Bahnhof gehört auf jeden Fall dazu, wenn die Karnevalisten aus dem Stadtgebiet von Übach-Palenberg einmal im Jahr empfangen werden. Und natürlich gehört auch viel Lob rund um das Engagement für das jecke Brauchtum Karneval dazu, wenn Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und sein Team ins ehrwürdige Schloss Zweibrüggen einladen.

Das war auch am Dienstagabend nicht anders, als prächtige Uniformen und fröhliche Vertreter des hiesigen Karnevals sich zum Karnevalsempfang der Stadt trafen.

„Dank Eures Engagements, liebe Karnevalisten, kommt das Lachen in unsere Stadt hinein und auch viel Gutes“, fand der Erste Bürger gleich zu Beginn. Bevor er den Verlauf der Session bis zum Empfang hin skizzierte, sich für jede der im Stadtgebiet aktiven Karnevalsgesellschaften (KGs), Vereinigungen und Gruppen die Zeit nahm, um auf deren Highlights einzugehen, hagelte es statt Kamelle allgemeines Lob für die Jecken. „Die Leute zum Lachen zu bringen, das ist das Schwerste in der Kunst der Unterhaltung“, betonte Jungnitsch. Die viele Arbeit dahinter, die nicht nur während der „fünften Jahreszeit“ viel Kraft kostet, sehe dann niemand mehr, zumindest unter den Gästen. „Sie haben wieder viel Elan, viel Kreativität und viel Zeit aufgewandt, um ihren Mitmenschen ein paar unbeschwerte, ein paar vergnügliche Stunden zu bescheren“, so der Verwaltungschef.

Ein Extra-Lob gab es dabei für das diesjährige Stadtprinzenpaar Andy I. und Gerda I. (Steinmetz) von der KG Frelenberger Esel, die nicht nur als Stadtregenten fungieren, sondern gleichzeitig auch das einzige Tollitätenpaar in der Stadt sind. „Genießt jede Sekunde“, rief Wolfgang Jungnitsch ihnen zu und erntete nicht nur von denjenigen, die schon das Glück hatten, Regent zu sein, viel zustimmendes Nicken dazu.

Da die Jeckerei in Übach-Palenberg dank der engen Verbundenheit mit Landgraafs Bürgermeister Raymond Vlecken und seiner Frau Wilma auch immer ein grenzüberschreitendes Vergnügen ist, durfte die amtierende Stadtprinzessin Linda I. (Eberhardt) von den „Spinneköpp“ sich ebenfalls mit ihrem Gefolge zeigen. Dass Freud und Leid auch im Karneval manchmal sehr eng zusammenliegen können, zeigte der plötzliche Tod von Hans Switalla, der bei der KG „Lustige Marienberger Jekken“ immer zur Stelle war, wenn es um Belange der KG ging. Der Trauerflor an den Uniformen der Marienberger und eine Gedenkminute waren an diesem Abend äußeres Zeichen der Würdigung um seine Verdienste.

Dass sie auch an ihn denken werden, wenn am Fettdonnerstag, 28. Februar, ab 13.11 Uhr, der Bürgermeister und seine Getreuen versuchen werden, das Rathaus gegen den närrischen Ansturm zu halten, ist klar. In diesem Zusammenhang wünschte Wolfgang Jungnitsch dem Prinzenpaar viel Glück bei der Eroberung des Stadtschlüssels. Und er gab sich schon jetzt kämpferisch: „Jedes Jahr schwinge ich aufs Neue große Töne und musste mich am Ende geschlagen geben, aber in diesem Jahr bleiben für Euch und Eurem närrischen Volk die Türen zum Inneren des Rathauses verriegelt.

Da konnten auch die Vertreter des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine mit ihrem Vorsitzenden Wolfgang Dressel nur mit dem Kopf schütteln. Denn sicher ist, dass sowohl der Festausschuss, als auch das Stadtprinzenpaar, unterstützt von den Freunden aus Landgraaf und den KGs Frelenberger Esel mit ihrem Präsidenten Marcel Derichs, „Lustige Marienberger Jekken“ mit Präsident Harald Horn und der Vorsitzenden Monique Switalla, Karnevalsvereinigung „Wurmtal-Funken“ mit Präsidentin Jacky Korsten und der Vorsitzenden Brigitte Korsten, Jecke Bürgerwehr Boscheln mit der Vorsitzenden Monika Schulz und Interessengemeinschaft „Karnevals Jecke Scherpenseel“, alles tun werden, um die Türen zum Rathaus an diesem jecken Feiertag weit aufzustoßen.