Gangelt-Birgden: „Jung trifft Alt“ sucht Senioren

Gangelt-Birgden : „Jung trifft Alt“ sucht Senioren

Wenn Jung und Alt aufeinander treffen, bedeutet dies immer auch einen Gewinn für beide Seiten. Dies sehen auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Alten- und Pflegeheime St. Josef sowie die Caritas so.

Als Kooperationspartner haben sie das Projekt „Jung trifft Alt“ in Birgden ins Leben gerufen und wollen es nun mit Ideen und konkreten Aktionen füllen. Auch sollen weitere Akteure, besonders die Birgdener Seniorinnen und Senioren, zum Mitmachen bewegt werden. Nun luden die Organisatoren zum ersten Netzwerktreffen in den „Mühlentreff“ in Birgden ein.

Evelyn von Heel, Leiterin der Caritas-Pflegestation Geilenkirchen, erklärte, wie das Projekt entstanden ist: Im November vergangenen Jahres ist der „Mühlentreff“ als Beratungs- und Begegnungszentrum und dem „Café Vergissmeinnicht“ eröffnet worden. Gleichzeitig dient er als Anlaufstelle für alle Menschen im Ort. „In direkter Nachbarschaft befindet sich auch der Kristallisationspunkt gegen Armut durch Integration (KAI) des Deutschen Roten Kreuzes“, so Evelyn von Heel. In Gesprächen miteinander sei der Wunsch aufgekommen, gemeinsam etwas für die Menschen in Birgden aufbauen zu wollen. Das Projekt „Jung trifft Alt“ wurde gestartet.

Ideen für Begegnungen

„Hintergrund ist auch, dass es im Ort Kinder gibt, die nachmittags nicht betreut werden und eine Anlaufstelle im Ort brauchen“, erklärt Evelyn van Heel. Auf der anderen Seite gebe es viele ältere, fitte Menschen, die sicherlich gerne jungen Menschen begegnen würden. „Jung und Alt können voneinander profitieren“, sagte von Heel. „Wir wollten aber die Idee nicht alleine umsetzen, sondern den ganzen Ort einbeziehen.“

Am Projekt „Jung trifft Alt“ könne jeder teilnehmen, unterstrich Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes. „Wir wollen ein niederschwelliges Angebot machen, wo sich Jung und Alt treffen, kennenlernen und Gemeinsames unternehmen“, sagte sie. Deshalb gebe es als erste konkrete Angebote bereits zwei Aktionstage am 1. und 22. August. „Unser Netzwerktreffen soll heute auch dazu dienen, dass Sie Ideen für weitere Begegnungen einbringen“, erklärte Windelen.

Daraufhin schlug beispielsweise Britta Kremers, Lehrerin an der Grundschule Birgden, vor, Senioren als Unterstützung im Kunstunterricht einzubinden, die den Kindern das Häkeln, Stricken oder Sticken beibringen können oder gemeinsam Laternen basteln. Gegenseitige Vorlesestunden, die Teilnahme von Senioren als Referenten am Schul-Unitag, die Vorstellung alter Handwerke sowie ein gemeinsamer Spieletag waren ihre weiteren Vorschläge.

Gertrud Grotthaus von der KAB sprach von einem gemeinsamen Singnachmittag und der Vermittlung von Dialekt und Sprachen. Marion Drews vom Kindergarten St. Urbanus Birgden konnte sich dagegen Patenschaften von Senioren als „Oma“ bzw. „Opa“ gut vorstellen.

„Wir haben nun viele Ideen zusammen getragen“, stellte Bärbel Windelen fest. Nun gehe es darum, einen Aufruf an alle Senioren zu machen, die sich mit ihren „Schätzen“, also ihren Fähigkeiten, einbringen wollen oder eine eigene Idee haben, um „Jung trifft Alt“ umzusetzen. Zudem sollen weitere Aktionstage benannt werden.

Das nächste Netzwerktreffen findet am 10. Oktober um 13 Uhr im „Mühlentreff“ statt.

(red)
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