Fridays for Future: Jugend im Einsatz für Klimaschutz

Fridays for Future : Jugend im Einsatz für Klimaschutz

Diskussionen und viel Zuspruch von Passanten: Die neu gegründete Geilenkirchener Ortsgruppe von „Fridays for Future“ informierte auf dem Marktplatz über ihre Ziele.

Zwei Tage für den Klimaschutz hat das frisch gegründete Organisationsteam der Ortsgruppe Geilenkirchen der   Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ hinter sich. Die Schüler der Anita-Lichtenstein Gesamtschule Geilenkirchen und des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula Geilenkirchen nahmen am Freitag am internationalen Streiktag in Aachen teil und hatten am Samstag einen eigenen Infostand auf dem Geilenkirchener Marktplatz eingerichtet.

Laura Savelsberg, Hailey Esken, Justin Hens, Max Hagen und Kristine Schilling führten auf dem Markt viele Gespräche mit interessierten Bürgern. Sie möchten sie davon überzeugen, dass jeder etwas für den Klimaschutz tun kann und schnellstmöglich auch tun muss. Laura Savelsberg hatte festgestellt, dass die meisten Passanten, die den Infostand besucht hätten, das Anliegen von „Fridays for Future“ sehr positiv unterstützen. Mit einigen habe man diskutiert, meinte Hailey Esken. Der Vorschlag eines Passanten, auch mal Busse zu blockieren, passe aber nicht in das friedlich ausgerichtete Konzept von „Fridays for Future“. Alle, mit denen sie gesprochen hätten, seien aber sehr freundlich gewesen und allen hatten die Fünf auch ihre wohlschmeckende, selber hergestellte Bio-Zitronen-Limo angeboten.

Laura Savelsberg hatte in der Stadt  mit Kreide Hinweise auf das Pflaster gemalt, die auf den Stand aufmerksam machten. Dabei sei sie schon mit Bürgern ins Gespräch gekommen. Einige Bürger hätten auch eine Spende geleistet, um die Aktion zu unterstützen. Plakate sind bereits gedruckt und in der Innenstadt verteilt worden. Die Geschäftsleute hätten durchweg offen reagiert und die Plakate gerne aufgehängt.

Kristine Schilling (l.) und Laura Savelsberg (r.) zeigen eines der Plakate, die auf das Anliegen von „Fridays for Future“aufmerksam machen. Foto: defi

Die Plakate informieren kurz und knapp über die Ziele von „Fridays for Future“. „Wer sind wir – Was fordern wir - Was tun wir – Was könnt Ihr tun“, diese vier Fragen bekommt jeder beantwortet, der das Plakat liest. Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens ist eine Forderung für die die Fünf Unterstützer suchen.

„Na, dann kommt mal her mit dem Mitgliedsformular“, meinte ein älterer Passant, den die Schüler überzeugt hatten. Mitglied wird man, auch das erklärten die Schüler gerne, indem man sich der Whatsapp-Gruppe „Fridays for Future“-Geilenkirchen anschließe. Infos dazu gibt es auf der Homepage der Gruppe unter der Rubrik Regionalgruppen.

„Wir nehmen jeden“, stellte Laura Savelsberg gut gelaunt fest. Mit 25 Leuten war „Fridays for Future“-Geilenkirchen nach Aachen zur Großdemo gereist. Kristine Schilling betonte, dass sehr viele Schüler trotz schulfrei in Aachen dabei gewesen seien. Die in Aachen von „Fridays for Future“ genannte Teilnehmerzahl von 40.000 bezweifeln sie nicht, da auf den Zugwegen mit dem Handzähler nachgezählt worden sei. Alle Altersklassen seien in Aachen vertreten gewesen. Die friedliche Stimmung bei dieser Klimaschutzdemo motiviere auch die Geilenkirchener Gruppe.

Laura Savelsberg: „Man kann das gar nicht in Worte fassen, was wir in Aachen erreicht haben und was wir für ein Zeichen gesetzt haben.“ Wenn möglich, möchte die Ortsgruppe noch vor den Sommerferien eine eigene „Fridays for Future“-Demo in Geilenkirchen auf die Beine stellen.

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