Geilenkirchen: Jugend für Kultur: Aus dem Arbeitskreis einen Verein machen

Geilenkirchen: Jugend für Kultur: Aus dem Arbeitskreis einen Verein machen

Geilenkirchen präsentiert im nächsten Jahr Spanien. Diesem Vorschlag des Kulturarbeitskreises hat sich der Sport- und Kulturausschuss angeschlossen.

Das Königreich wird mit Kunstausstellungen, Lesungen, mit Wein- und Sherryprobe, mit Vorträgen, Flamenco-Tanz und Strandparty vorgestellt. Ein präzises Veranstaltungsprogramm wird nun von den Mitarbeitern des Kulturamtes ausgearbeitet. Kulturamtsleiter Gort Houben unterbreitete dem Ausschuss den Vorschlag des Arbeitskreises, die Veranstaltungsreihe zeitlich zu komprimieren.

„Auf ein bis zwei Monate begrenzen, dann jagt eine Veranstaltung die andere”, stand er diesem Vorschlag keinesfalls ablehnend gegenüber. Und dann könne man ja noch im Laufe des Jahres auf ein anderes Land blicken. „Polen möchte gerne Ômal was machen, die Kanadier auch”, sagte Houben. Uwe Eggert (SPD) wandte sich gegen den Vorschlag: „Vielleicht kann man vorne und hinten vier Wochen kappen.

Wenn wir aber die Veranstaltungen zusammenquetschen, nimmt man ihnen den Charme.” Dem stimmte auch Michael Kappes (CDU) zu: „Eine Komprimierung sehe ich sehr kritisch. Viele Leute sind an den Veranstaltungen interessiert, viele schaffen es terminlich nicht, alle Veranstaltungen in zwei Wochen zu besuchen.”

Der Kulturarbeitskreis will sich ein neues, ein moderneres Gewand geben. Denn: Die Jugend rückt nicht nach. „1988 wurde dieser Arbeitskreis gegründet. Das war auch eine gute Entscheidung. Dort haben wir uns den Sachverstand geholt”, blickte Gort Houben zurück. „Aber das Gremium ist älter geworden, und noch älter geworden. Und die Jugend ist fern geblieben”, sagte Houben.

Der Arbeitskreis habe Arbeitsgruppen gebildet, die hätten Vorschläge für die kulturelle Veranstaltungsreihe gemacht. Mit der Umsetzung sei der Arbeitskreis nicht betraut gewesen. „Jugendliche möchten sich aber bis zum Schluss für eine Sache engagieren. Nur sichten, bewerten und vorschlagen ist nicht mehr zeitgemäß”, erklärte Houben. Deshalb habe der Vorsitzende des Arbeitskreises, Dr. Ferdinand Zander, vorgeschlagen, einen Verein zu gründen. An diesem Vorschlag wird in den nächsten Monaten gearbeitet.