Geilenkirchen: Jüdischen Gedenkstein am Synagogenplatz vom Sockel gestürzt

Geilenkirchen: Jüdischen Gedenkstein am Synagogenplatz vom Sockel gestürzt

Der jüdische Gedenkstein auf dem Synagogenplatz in Geilenkirchen ist in der Nacht zum Samstag mutwillig zerstört worden. „Ich gehe von einem gezielten, gegen die jüdischen Mitbürger gerichteten Anschlag aus”, sagte Bürgermeister Thomas Fiedler am Ort des Geschehens.

Das mehr als vier Zentner schwere Mahnmal aus Naturstein im Herzen der Stadt wurde von Unbekannten von seinem Sockel gestürzt, wobei die Abdeckung und eine Seitenwand zersplitterten. Passanten zeigten sich entsetzt und konnten die Tat nicht begreifen. Die Polizei war vor Ort und erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

Für Thomas Fiedler deutet alles auf eine gezielte Tat hin, denn im Umfeld waren keinerlei weitere Vandalismusspuren festzustellen. Bauhofleiter Wolfgang Jansen und ein Mitarbeiter sammelten nach Freigabe durch die Polizei, die keinerlei Veranlassung zur Sicherung von Spuren sah, die Einzelteile auf und luden den zerstörten Gedenkstein mittels Radlader auf einen Kleintransporter.

Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler will nach weiterer Klärung des Sachverhalts überlegen, ob die Stadt eine Belohnung aussetzten wird.