Geilenkirchen: Jodeldiplom und Krachleder als Abi-Preis

Geilenkirchen: Jodeldiplom und Krachleder als Abi-Preis

Bei den Abi-Streichen machte am Freitag das Bischöfliche Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen parallel zur Anita-Lichtenstein-Gesamtschule den Anfang. Die Schülerinnen und Schüler des Entlassjahrgangs von St. Ursula trieben mal wieder ihre Späßchen mit den „Lehrmeistern“.

Dabei waren hochinteressante wie auch lustige Spiele angesagt. Traditionell setzt der jeweilige Entlassjahrgang des Gymnasiums am letzten Schultag vor den Osterferien seinen Abi-Streich in Szene. Die drei Buchstaben „ABI“ sind immer im Motto der Aktivität enthalten, und diesmal lautete der Slogan „ABItoberfest“.

Da blühte auch die Häme unter Kollegen beim Nageleinschlagen.

Das große Ereignis hatten die Abiturienten des Entlassjahrgangs in Teamarbeit unter Federführung von Lisa Dohmen (18) seit zwei Monaten vorbereitet. Vorausgegangen war zudem die beliebte Mottowoche, bei der an vier Tagen verschiedene Themen zur Geltung kommen und durch entsprechende Kleidung dargestellt werden.

Manche Bürger werden sich schon Tage zuvor gewundert haben, als die Schüler gemäß dem Motto „Erster Schultag“ mit Ranzen und Schultüte, aber auch übergroßem Schnuller durch die Stadt liefen. In den folgenden Tagen standen die Themen „Bad taste“, „Geschlechtertausch“ und „Helden der Kindheit“ im Fokus. Am Tag zuvor packten bei den Aufbauten viele mit an und halfen beim Verzieren von Eingangsportal und Schulhof.

Wie in den Vorjahren bereiteten sich die Abiturientinnen und Abiturienten im Musikpark mental auf das morgendliche Spektakel vor. Um 5 Uhr in der Früh ging es dann wieder zum Gymnasium, wo die Vorbereitungsmaßnahmen fortgesetzt wurden. Am historischen Eingangstor lud zu Beginn des Unterrichts ein großes Hinweisschild zur Teilnahme am „ABI­toberfest“ ein. In Anlehnung an das Motto waren die Mädels in Dirndl und die Jungs in Lederhosen erschienen. Während der zweiten und dritten Stunde gab es unterrichtsfrei, und so hatten alle Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, dem Treiben zuzuschauen.

Die ankommenden Besucher wurden von der Jahrgangsstufe im Gesicht mit Lippenstift „schön bunt“ dekoriert. Damit kein Hunger aufkam, versorgte der 12er-Jahrgang das zuschauende Volk mit Brezeln. Dann traten die Lehrerinnen und Lehrer in Aktion, und das auch noch freiwillig. Im Vorfeld hatten sie sich ausgewählte Angebote aus einer Liste mit Spielchen ihre Favoriten ausgesucht.

In dem von den erwartungsvoll dreinblickenden Schülern umgebenen frei gelassenen Rechteck spielte sich einiges ab. Dem jubelnden Volk vorgeführt, mussten die Lehrerinnen und Lehrer ihre Aufgaben erledigen. Darauf achteten die beiden Moderatoren Lisa Dohmen und Patrick Lipowski mit Argusaugen. Ballwurf und Baumstammnageln zählten ebenso zu den Herausforderungen wie das schnelle Hindernislaufen mit einem Tablett voller Plastikbecher, gefüllt mit Wasser. Das Stemmen von Wasserkrügen zählte ebenfalls zu den Aufgaben, und am Ende stand auch noch der Wurf mit einem nassen Schwamm auf die Lehrer auf der Spielliste. Viel Spaß hatten die Schüler bei den „Bayerischen Prüfungen“, bei denen die Lehrer ein „Jodeldiplom“ ablegen und den bayerischen Dialekt beherrschen mussten.

Die Jahrgangsstufenband sorgte zwischendurch immer für musikalische Einlagen, und immer wieder tanzten die 12er Jungs und -mädels auf dem Schulhof. Mittendrin „Voice of Germany“-Finalistin Debbie Schippers, die auch kurz vor ihrem Abi steht. Nach dem Streich zeigte sich Schulleiter Jürgen Pallaske sehr angetan. „Die Schüler haben sich an die Absprachen gehalten“, lobte er deren Disziplin.

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