Jobbörse in der Gesamtschule Gangelt-Selfkant

Gesamtschule Gangelt-Selfkant : Schule und Berufswelt werden bei der Jobbörse verzahnt

Schulleiter Reinhold Schlimm begrüße die Klassen 8, 9 und 10 der Gesamtschule Gangelt-Selfkant in der Aula des Schulgebäudes in Gangelt, ferner viele Vertreter zahlreicher Firmen. Die Schule setzte vor Jahren bereits ein Zeichen mit ihrer Jobbörse.

Neben der schulischen Ausbildung der Schüler möchte die Schule ein Partner für den weiteren Lebensabschnitt im beruflichen Leben sein und den Schülern bei ihrer Entscheidung eine Basis bieten und unterstützend fungieren. Mittlerweile sind über 40 Firmen, Betriebe und Institutionen mit im Boot. Schülergruppen der Zehnerklassen wurden im Vorfeld einem Betrieb zugeordnet, mussten im Rahmen der Projektwoche selbstständig zu den Firmen Kontakt aufnehmen und konnten so die Luft der Arbeitswelt schnuppern. Neben der abschließender Präsentation auf der Bühne starteten die Schüler/innen eine Projekt-Facharbeit.

Guido Randerath von der Firma Elteba zeigte sich sehr überrascht, mit welchen Elan und Interesse die Schüler die Projekttage in den Firmen gestalteten und großes Interesse zeigten. Ferner lieferten war auch eine sehr umfangreiche Präsentation von Schülern für Schüler gestaltet worden. In der Aula berichteten einzelne Schülergruppen dem großen Publikum über ihre Erkenntnisse aus den Betrieben.

In der Mensa hatten die Schüler der Klassen 10 zusammen mit 22 Betrieben eine Job-Börse aufgebaut, es gab mächtig Gedränge an den Ständen. Zusammen mit den jeweiligen Firmenvertretern wurde Werbung gemacht, wobei die Schüler der Klassen 8 und 9 hier gleich Kontakte unter anderem zwecks Schulpraktikumsstellen anfragen konnten. Und hier wurden gleich einige Termine vereinbart.

Das Interesse am Polizeidienst war groß, die Kreispolizei stand Rede und Antwort. Foto: Heinz Eschweiler

„Wir möchten die jungen Leute abholen. Viele Eltern der 9. und 10. Klassen sind leider nicht in der Lage, die Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten, sie schicken die Kinder einfach immer weiter zur Schule. Manche jugendlichen Heranwachsenden wissen leider nicht, welchen Beruf sie später ausüben möchten. Dies ist nicht gut und ich denke, dass wir mit so einer Kooperation die jungen Menschen ans Berufsleben heranführen können“ so Markus Frenken von der Firma Florack. Er sah eine interessierte Jugend – Frenken war selbst der mit der jungen Generation der Firma am Tage vor Ort. Das Handwerk scheint auch im Medienzeitalter einiges zu bieten zu haben.

„Das ist ein wichtiger Tag für die Zukunft“, sah der Jugendliche Max diese Jobbörse mehr als sinnvoll an. Der Schüler aus der Klasse 10 blickte auf ein breites und umfangreiches, interessantes Angebot vieler Berufssparten. „Ich bin leider noch unentschlossen“, gab der Jugendliche offen zu und hoffte, vielleicht durch diese Börse den entscheidenden Tipp zu bekommen. Mitschüler Lukas präsentierte die Elektonikfirma Dreissen aus dem Selfkantland und fühlte sich hier als Technikfreund pudelwohl. Er präsentierte die Firma bestens, man hatte den Eindruck hier steht ein Auszubildender.

Im letzten Jahr war diese Jobbörse mit fünf Firmen und Betrieben, in diesem Jahr waren es schon stolze 22. Die Jobbörse vermittelte, dass viele Betriebe händeringend nach Ausbildungskräften Ausschau halten. Schule und Beruf werden verzahnt.

(agsb)
Mehr von Aachener Nachrichten