Übach-Palenberg: Insolvenzverwalter zieht bei der Durocas GmbH ein

Übach-Palenberg : Insolvenzverwalter zieht bei der Durocas GmbH ein

Die Übach-Palenberger Durocas GmbH hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Bereits vergangene Woche trat die Firmenleitung des Kunststoffspezialisten an das Amtsgericht in Aachen heran. Dieses bestellte daraufhin Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth als vorläufigen Insolvenzverwalter — und der wiederum machte die neue Situation bei der Firma am Montag öffentlich. Nun läuft ein sogenanntes Insolvenzeröffnungsverfahren.

Die Durocas GmbH hat ihren Sitz in einem eher unscheinbaren Firmengebäude in der F.W.-Raiffeisen-Straße, schräg gegenüber der McDonalds-Filiale. Rund 100 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Ihre Bezahlung übernimmt nun vorläufig die Bundesagentur für Arbeit. Insolvenzverwalter Kruth, selbst Teil der Kanzlei Andres Partner, verschafft sich zurzeit gemeinsam mit einem Team einen Überblick über die Situation. Auf Basis seiner Empfehlung wird das Amtsgericht darüber entscheiden, ob tatsächlich ein Insolvenzverfahren eröffnet wird — in der Regel geschieht das nach rund drei Monaten. In diesem Falle würde das Unternehmen für einen Verkauf an einen Investor fit gemacht. Unschöne Alternative wäre die Schließung. Positiv stimmt Rechtsanwalt Kruth bislang, dass Kunden und Lieferanten ihm signalisiert hätten, weiter mit Durocas zusammenarbeiten zu wollen, ließ er am Montag wissen.

Die Firma wurde 1994 in Rheinbach als Durocas Spezialgewebe GmbH gegründet. 1996 folgte die Übernahme durch Bernd Münz, der bis heute geschäftsführender Gesellschafter ist. Ihr Aufgabenspektrum beschreibt Durocas mit eigenen Worten mit „Entwicklung, Produktion und Vertrieb von technischen Produkten aus nicht-metallischen Materialien“. Neben dem Übach-Palenberger Hauptsitz zählen Tochtergesellschaften in Mexiko und Tschechien zum Unternehmen.

Die Gründe für die Schieflage, in die das Unternehmen offenbar geraten ist, waren am Montag weder über den vorläufigen Insolvenzverwalter noch über die Firma selbst in Erfahrung zu bringen.

(jpm)
Mehr von Aachener Nachrichten