Gangelt: In Gangelt geht es hoch her im Rat

Gangelt: In Gangelt geht es hoch her im Rat

Nach den netten Worten zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Rates der Gemeinde Gangelt kehrte im Forum des Rathauses schnell wieder der politische Alltag ein.

Hatte Gerhard Löder (UWG/UB) als ältester Ratsvertreter zu Beginn der Sitzung Bürgermeister Bernhard Tholen noch mit freundlichen Worten in dessen Amt eingeführt und ihm Blumen überreicht, warf er ihm zehn Minuten später schon vor, seine „Machtstellung zu stärken” und die Ortsvorsteher „nach Gutsherrenart zu bedienen”.

Es ging um die Reduzierung der Mitglieder in den einzelnen Fachausschüssen von 17 auf 13. Die CDU verspricht sich hiervon effektivere Ausschussarbeit und finanzielle Einsparungen, hatte - wie berichtet - Fraktionschef Karl-Heinz Milthaler in der Vorwoche erläutert.

Das wollte Gerhard Löder so nicht stehen lassen. rund 80 Euro spare man pro Sitzung, also 1500 Euro pro Jahr. Seiner Einschätzung nach geht es darum, „fachkundigen Widerstand” zu vermeiden. Man habe die Gründung der UWG/UB nicht verhindern können, „jetzt will man sie einschränken!”

Über die Presse habe man von diesem Vorhaben erfahren müssen, ereiferte sich Parteikollege und Fraktionschef Heinz Huben. In der Sitzungsvorlage aber stehe von dem Reduzierungsvorhaben nichts.

Der UB-Sprecher sah die Voraussetzungen für eine solche Entscheidung nicht gegeben. Sollte doch entschieden werden, „legen wir Rechtsmittel ein!”, kündigte Heinz Huben an.

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