Geilenkirchen-Teveren: Im Notfall kurbeln: Brandschutz an den Schulen ist nach wie vor Handarbeit

Geilenkirchen-Teveren : Im Notfall kurbeln: Brandschutz an den Schulen ist nach wie vor Handarbeit

Immer wieder sorgen sich Eltern um ihre Kinder und mahnen Brandschutzmaßnahmen in Geilenkirchener Schulen an. Im September 2015 berichteten wir über die Ängste von Eltern, deren Kinder die Katholische Grundschule Geilenkirchen besuchen. Dort funktionierte der Feueralarm seit dem Jahr 2012 nicht in allen Klassen und auch nicht in der Turnhalle.

Bei einer Feuerübung waren wieder einmal Kinder in ihren Klassenräumen sitzengeblieben, weil der Alarm nicht hörbar war. Kurzerhand wurde der Hausmeister mit einer Handalarmierungsanlage ausgestattet, der damit im Notfall Kinder und Lehrer vor Feuer warnen soll.

Dass das Problem bekannt sei, bestätigte damals der für das Gebäudemanagement der Stadt Geilenkirchen zuständige Andreas Eickhoff. Seit 2005, so der Gebäudemanager, würden alle Schulen brandschutztechnisch überarbeitet, in zwei Jahren sei auch die KGS Geilenkirchen diesbezüglich auf dem neuesten Stand. Gleichzeitig verwies er auf die Anstrengungen der Stadt: Brandschutzarbeiten in der Realschule, in der KGS Teveren, in der KGS Immendorf und in der KGS Würm seien abgeschlossen.

Diese Aussage sorgte im November 2015 für Empörung bei Eltern, deren Kinder die Katholische Grundschule Teveren besuchen, und bei Schulleiterin Monika Lichtenberg. Seit dem Jahr 2008 würden von der Schulleitung Brandschutzmaßnahmen angemahnt, in all den Jahren sei nichts geschehen, erklärte damals die Rektorin.

Und auch jetzt ist der Brandschutz wieder ein Thema: In der Grundschule Immendorf hatten Kinder des ersten Schuljahres bei einer Übung den Probealarm nicht mitbekommen, die Mädchen und Jungen wurden erst darauf aufmerksam, als sie ihre Mitschüler draußen sahen. Die Lehrerin ließ sie dann ungeordnet nach draußen laufen. Dieser Vorfall sorgte natürlich für eine massive Beunruhigung der Eltern.

Aus diesem Grund stellten die Grünen vor der Oktober-Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales, Sport und Kultur eine Anfrage an die Verwaltung. Sie wollten wissen, an welcher Schule noch mit einer Handalarmierungsanlage gearbeitet wird. Die Verwaltung hatte erklärt, dass die Katholische Grundschule Geilenkirchen, die Gemeinschaftsgrundschule Geilenkirchen und die Grundschulen in Immendorf, Teveren und Gillrath nicht mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet seien. Teveren und Gillrath seien aber in der Umsetzung, in Immendorf, in der GGS und in der KGS sollten diese Maßnahmen 2019 umgesetzt werden.

Rauchmelder auf den Fluren

Damit gaben sich die Grünen nicht zufrieden. Sie forderten im Oktober auch den unverzüglichen Austausch der Brandschutzwarnsysteme an der Gemeinschaftsgrundschule und der Katholischen Grundschule in Geilenkirchen sowie an der Gemeinschaftsgrundschule Immendorf. „Unverzüglich“ müsse dabei bedeuten, dass die Arbeiten mit den Herbstferien beginnen. Außerdem sollen in einem zweiten Schritt in ausreichender Zahl Brandschutzgeräte und Rauchmelder in allen Rettungswegen, Fluren und Treppenhäusern installiert werden.

Beigeordneter Herbert Brunen bestätigte in dieser Sitzung die Dringlichkeit. Einstimmig gab der Ausschuss den Dringlichkeitsbeschluss als Empfehlung an den Haupt- und Finanzausschuss weiter. Zwischenzeitlich meldeten sich besorgte Teverener Eltern bei Jürgen Benden, Partei- und Fraktionschef der Grünen, und monierten, dass in Teveren nichts umgesetzt werde.

Seine Verärgerung darüber machte Benden in der jüngsten Sitzung des Ausschusses Bildung, Soziales, Sport und Kultur deutlich: „Es kann nicht sein, dass an drei Schulen gearbeitet wird, und in Teveren passiert nichts. Wann werden die Maßnahmen an den fehlenden Schulen umgesetzt?“, wollte er wissen und sagte weiter in Richtung Verwaltung: „Meine Herren, ich erwarte, dass Sie ihre Arbeit machen.“

Beigeordneter Herbert Brunen sah sich am Dienstagabend nicht in der Lage, den Vorgang zu bewerten, war allerdings der Meinung, dass die geforderten Maßnahmen gesetzlich nicht vorgeschrieben seien. „In Teveren sind andere Räumlichkeiten als beispielsweise in der KGS. Aber da müssen Sie die Kollegen im Bauausschuss fragen.“ Der tagt am kommenden Dienstag, 28. November, 18 Uhr, im großen Sitzungssaal.