Geilenkirchen-Süggerath: Hupende Züge nerven Anwohner ganze Nacht

Geilenkirchen-Süggerath: Hupende Züge nerven Anwohner ganze Nacht

Eine relativ schlaflose Nacht hat die Bahn vielen Süggerathern in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bereitet. Das wurde ausgelöst durch das Hupen der vorbeifahrenden Züge. Das wiederum hatte seine Ursache in einem Blitzeinschlag.

Der nötige Schlaf für die Menschen in dem sonst ruhigen 730-Seelen-Dorf blieb auf der Strecke. „Ich hab kein Auge zugetan”, zeigt sich ein Anwohner der Straße Auf dem Tecker verärgert.

Nach verschiedenen Anfragen dieser Zeitung stellte sich heraus, dass bei einem Gewitter am Dienstagnachmittag gegen 13.30 Uhr der Blitz zwischen Geilenkirchen und Lindern in die technische Anlage eingeschlagen war. Rund ein halbes Dutzend Bahnmitarbeiter beschäftigte sich von diesem Zeitpunkt an mit dem Problem.

Laut Bahn AG hatte der Blitz die technisch/elektronische Einrichtung an den Bahnübergängen „Auf der Zömm” in Süggerath und an der Kreisstraße 24 in Würm kräftig durcheinander gebracht. Die Schranken schlossen nicht mehr.

Ein Achtungssignal

Auch wenn das Signalschild „Andreaskreuz” die Autofahrer an einem Bahnübergang dazu verpflichte, nach herannahenden Zügen genau Ausschau zu halten, heißt es, würden die Lokführer vor jedem Bahnübergang anhalten, ein so genanntes „Achtungssignal” geben und dann langsam weiterfahren. An manchen, aber nicht allen, Bahnübergängen seien spezielle Vorrichtungen vorhanden, bei der der Lokführer mit einem Schlüssel die Schranken schließen könne.

Um 10.30 Uhr am Mittwoch war der Schaden behoben. Bis dahin sorgten Bahnübergangssicherheitsposten, so der Fachausdruck, in Süggerath und Würm dafür, dass kein Autofahrer den Übergang passieren konnte, während sich ein Zug näherte. Die sechs Männer wurden kurze Zeit später wieder abgezogen.