Geilenkirchen: Heinsberger „Bündnis gegen Rechts“ unterstützt Uwe Böken

Geilenkirchen : Heinsberger „Bündnis gegen Rechts“ unterstützt Uwe Böken

Das Heinsberger „Bündnis gegen Rechts“ erklärt sich vor dem Hintergrund von Anfeindungen durch die AfD mit dem Leiter der Geilenkirchener Gesamtschule, Uwe Böken, solidarisch.

„Wir sind der Ansicht, dass in unserem Land das im Grundgesetz verankerte Recht auf freie Meinungsäußerung von niemandem, schon gar nicht von einem Bundestagsabgeordneten, beschnitten werden darf“, heißt es in der Erklärung.

Das „Bündnis gegen Rechts für Demokratie und Toleranz im Kreis Heinsberg“, wie das Bündnis mit vollständigem Namen heißt, reagiert damit auf einen Bericht in unserer Zeitung („Ein Schulleiter, Auschwitz und die AfD“, Ausgabe vom 6. Juni), in dem es um Anfeindungen durch den Aachener AfD-Bundestagsabgeordneten Uwe Kamann geht. Böken hatte die Bundestagsabgeordneten der AfD öffentlich als rechtsextremistisch bezeichnet, womit Kamann mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde reagierte, die jedoch folgenlos blieb.

Auch im Internet schießt Kamann gegen Böken. Die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule ist bekannt für ihr Engagement zur Erinnerung an die Opfer der Naziherrschaft, zudem trägt sie den Namen eines von den Nazis ermordeten jüdischen Mädchens aus Geilenkirchen.

„Angriffe auf Ihre Person verurteilen wir aufs Schärfste“, schreibt das „Bündnis gegen Rechts“ an Böken gewandt und verweist auf einschlägige Gerichtsurteile, denen zufolge es rechtens sei, die AfD oder ihre Mitglieder als rechtsextrem zu bezeichnen.

(jpm)