Gangelt: Hauskapelle von Maria Hilf: Neues Porträtbild der Ordensgründerin

Gangelt : Hauskapelle von Maria Hilf: Neues Porträtbild der Ordensgründerin

Als man die Hauskapelle in den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf im Dezember nach der Renovierung mit einem Gottesdienst feierlich der Öffentlichkeit präsentierte, zeigte sich alles in frischen Farben, schön beleuchtet, und alle bestaunten das herrliche Deckengemälde, das restauriert worden war.

Nur im Eingangsbereich, da, wo immer das Gemälde von Katharina Kaspar gehangen hatte, da fand sich nur ein Platzhalter. Die Verantwortlichen des Hauses rund um Schwester Oberin Patricia hatten mit sich gerungen, bevor sie sich entscheiden konnten, welchem Bild das alte Gemälde weichen sollte.

Festgelegt hat man sich letztendlich auf das klassische und wohl bekannteste Porträtbild der Ordensgründerin. „Das ist sie, das ist Katharina Kaspar”, freut sich Schwester Oberin Patricia zusammen mit dem Gangelter Glaskünstler Harry Smeets über die Wirkung eines eher unscheinbaren Bildes der Frau, die soviel Gutes getan und bewirkt hat.

Man habe auch daran gedacht, das Bild, das bei der Seligsprechung 1978 auf dem Petersplatz in Rom hing, zu nehmen. Dieses Bild zeigt Katharina Kaspar umgeben von Kindern, Armen und Kranken. Aber dafür wäre in der Kapelle kein Platz gewesen, und so, wie es jetzt ist, erfreuen sich viele an der Arbeit von Harry Smeets.

„Das Einfache passt zu ihr”, sind sich beide bei der Präsentation des Glasbildes einig. Schwester Oberin Patricia hatte Harry Smeets das Buch „Gott und den Menschen zugetan Maria Katharina Kaspar”, an die Hand gegeben. „Ich war überrascht über die große Zahl der künstlerischen Darstellungen der Katharina Kaspar.” Ob Holz, Bronze, Glas, Stoff oder Papier, Darstellungen gab es in vielen Materialien.

„Da war es für mich eine große Ehre, in die Reihe der Künstler aufgenommen zu werden”, freute sich Smeets über das Angebot. Gearbeitet werden musste im Rahmen einer Nische, in der man in Marmor gefasst den Wahlspruch Katharina Kaspars findet: „Wo immer wir sind, sollen wir bei Gott sein!”

„Glas und Licht sollten sie mit einer zerbrechlichen Transparenz füllen”, so Smeets. Das Foto, das ihm als Vorlage diente, wurde bearbeitet und für den Siebdruck vorbereitet. Die Fertigungsweise ist etwas für Künstler wie Harry Smeets, die handwerkliche Arbeit etwas für Experten.

Bei einer Temperatur von 620 Grad wird die Schmelzfarbe ins Glas gebrannt. Die richtige Beleuchtung für das Werk wird noch gesucht. Aber ein gegenüberliegendes buntes Fenster sorgt schon je nach Betrachtungswinkel für eine immer neue Blickweise auf das Bild, aus dem heraus die Augen von Katharina Kaspar dem Besucher immer folgen.