Platzbedarf der Musikschule: Grundstück der alten Polizeiwache die Lösung?

Platzbedarf der Musikschule : Grundstück der alten Polizeiwache die Lösung?

Die Musikschule könnte bei einem Umzug in die Realschule ihren Platzbedarf nicht decken, ohne die weitere Entwicklung der Realschule zu gefährden.

Wie wir bereits berichteten, wurden aus diesem Grund diese Pläne erst einmal ad acta gelegt. Ob nun ein Anbau die Lösung ist, oder ob es Alternativen gibt, muss geprüft werden. Beigeordneter Herbert Brunen erklärte in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales, Sport und Kultur am Donnerstagabend, warum die Verwaltung die Realschule als neuen Standort für die Musikschule ausgewählt habe. „Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW hat einen Raumüberhang festgestellt. Deshalb haben wir versucht, den Raumbedarf der Musikschule in die Realschule zu projizieren.

Diese Überlegungen haben wir gegenüber dem Musikschulvorstand und dem Realschulleiter kommuniziert, aber immer unter der Prämisse, dass die Realschule nicht spürbar belastet wird“, sagte Brunen. Dann habe man festgestellt, dass diese Pläne nicht zu realisieren seien, ohne neue Räume zu schaffen. Die Gemeindeprüfungsanstalt nämlich habe bei ihrer Berechnung unter anderem den Raumbedarf der Offenen Ganztagsschule vergessen.

Gegenwind der Grünen

Kritik an der Vorgehensweise kam von den Grünen: „Der Punkt kommt zu spät auf die Tagesordnung. Bevor solch eine Planung ins Detail geht, muss der Fachausschuss entscheiden, ob er das überhaupt will“, sagte deren Fraktionschef Jürgen Benden. Die Verwaltung habe bisher immer nur in Richtung Realschule gedacht. „Wäre ein Neubau vielleicht nicht besser? Vielleicht auf dem Grundstück der alten Polizeiwache?“, fragte Benden. Zwar sei das Land Eigentümer dieses Grundstücks, aber man könne schließlich Gespräche führen. Benden forderte, von nun an „transparent, offen und gemeinsam“ zu planen. Den Vorwurf der Grünen wollte Brunen so nicht im Raum stehen lassen: „Bevor ein Umzug der Musikschule im Fachausschuss diskutiert wird, erwarten Sie doch Vorarbeit durch die Verwaltung.

Wir müssen zunächt Fakten schaffen. Wie wollen Sie zu einem Ergebnis kommen, wenn Sie die Fakten nicht kennen?“ Das sah Benden anders: „Wir sind der Fachausschuss. Wir wurden nicht gewählt, um bei der Verwaltung Fakten abzuholen und abzunicken.“ Stefan Mesaros, Fraktionsvorsitzer Für GK, und CDU-Fraktionschef Max Weiler betonten, dass man auf dem richtigen Weg sei. Weiler: „Vor einer Diskussion erwarten wir von der Verwaltung, dass wir Fakten bekommen.“ Dies sah auch sein Fraktionskollege Michael Kappes so: „Ich bin nicht bereit, ins Blaue zu reden.“ Karola Brandt (Bürgerliste) sah das kritischer: „Mich stört, dass wir nur scheibchenweise Informationen bekommen.“