Ganze Saal singt mit: Großartige Kostümsitzung der Frelenberger Esel

Ganze Saal singt mit : Großartige Kostümsitzung der Frelenberger Esel

Zufriedenes Grinsen bei den Organisatoren: Die kleine Garde sorgte mit nur vier Mädels für eine große Show.

Es gab da so einen Moment: Nicht lange, nachdem die Kostüm- und Galasitzung der Karnevalsgesellschaft „Frelenberger Esel“ abgelegt hatte. In dem Moment sahen diejenigen, die ganz vorne in der Mehrzweckhalle an der Grundschule standen ein riesiges Grinsen auf dem Gesicht von Marcel Derichs. Der Präsident der „Aesele“ wie sie liebevoll genannt werden, merkte, wie sprichwörtlich der ganze Saal mitfeierte und die vom Trommler- und Pfeiferkorps „Rheinklänge“ Frelenberg gespielten Nummern lauthals mitgesungen wurden. „Ja, dat is Frelenberg, dat gibbet nur hier“, schloss Derichs und konnte mit derart gut aufgelegten Besuchern einen prallen Abend planen.

Schon beim Einzug hatten die Gastgeber und die Gäste richtig Gas gegeben. Mit dem „Trömmelchen“ von Hans Herzogenrath und seinen Trommlern und Pfeifern im Ohr, hielt es wirklich niemanden mehr auf den Sitzen. Das war natürlich auch ein glanzvolles Entree für das amtierende Stadtprinzenpaar Andy I. und Gerda I. (Steinmetz), die bei ihrem Heimspiel alles gaben. So sorgten sie sogar mit ihrem Lied, dass die Winkerei nach Himmel und Hölle, und natürlich die beste Laune aller Zeiten an Karneval zum Thema hatte, für Aktion. Die brachten auch die KG-eigenen Kräfte ganz nach vorne.

Die kleine Garde sorgte dabei mit ihren nur vier Mädels für eine große Show auf der riesigen Bühne. Und auch die große Garde, die auch mit den Einlagen von Tanzmariechen Alina Klemt die ganz große Show bot, lieferte Bestleistungen ab. Da fehlte natürlich auch nicht das zweite Tanzmariechen, Darline, die ihrer Kollegin mehr als nur nacheiferte. Selbst die Senatoren, also diejenigen, die mit ihren Spenden solche Abende wie den in Frelenberg überhaupt erst ermöglichen, waren bestens aufgelegt, auch wenn sie wieder einmal die Penunsen rausrücken mussten.

Das Spitzenprogramm zwang selbst die Raucher unter den Karnevalsjecken zu verkürzten Pausen. So brach Stimmungssänger Markus Luca mit seinen Versionen großer und großartiger Karnevalsnummern die letzten Reste vom Eis noch auf. Die Showtanzgruppe „Moonlights“ machte nicht nur einen wahrlich formatfüllenden Auftritt auf dem Podium klar und als die „Stadtgarde Herzogenrath“ mit ihrem Prinzen Sven I. aufzog, wurde klar, dass in Frelenberg an diesem Abend auch die Majestäten sich die Klinke in die Hand gaben.

Mit den Tänzerinnern und Tänzern der „Höppe Kröetsch“, „De Hondsjonge“ mit Musik aus Eupen, den bunten Darbietungen der befreundeten Narrenzunft 1972 Baesweiler, der Showtanzgruppe „Dancing Devils“ und der Band „Kröetsch“ ging es dann munter weiter zum Durchfeiern in Frelenberg.

Doch neben Präsident Marcel Derichs gab es in dieser Nacht noch einen weiteren verdienten Karnevalisten, der sich ganz besonders freuen durfte. Denn Bernd Lorenczewski, der wohl dienstälteste Hoppeditz der Region, empfing noch den „Narr von Europa“ in Gold von der Föderation Europäischer Narren (FEN). Auch am Tag danach war der so Geehrte noch voller Stolz auf die gülden am Hals schimmerde Plakette.

(mabie)
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